/customers/unsere-reise-erlebnisse.de/unsere-reise-erlebnisse.de/httpd.www/wp-content/plugins/wp-cache/wp-cache-phase1.php Unsere Reise Erlebnisse

Grenzen überqueren…

…war eigentich nicht geplant als eine Schweiz-Erkundungsreise anstand.

Ziel der Schweiz-Sehenswürdigkeiten waren die Rheinfälle, die Rheinschlucht, die Jungfrauregion und natürlich das Matterhorn.
Aber wenn man schon mal einen Roadtrip plant, kann doch noch so einiges dazu kommen wie “dann nehmen wir halt den Mont Blanc auch noch mit”. Somit war ein Abstecher nach Frankreich dabei.
Auch der spontane Einfall, das Original Heididorf zu besuchen, um in Kindheitserinnerungen zu fröhnen, führte dazu, das Lichtenstein auch noch besichtigt werden wollte.                                        Und wenn man schon mal da ist, kann man ja gleich auch noch an den Bodensee. Somit wurde Lindau-Insel zu unserer letzten Station.

Die Reisevorbereitungen haben wir zum Glück schon recht früh begonnen, denn oft sind schon im Oktober die ersten Schließungen diverser Bergbahnen.
Somit entschieden wir uns für Anfang Oktober als Reisezeit; die meisten Touristen sind schon weg und die Skisaison ist noch nicht in Gange.

Weil die Schweiz ja allgemein als teuer verschrieen ist, haben wir uns entschieden, einige Übernachtungen in Jugendherbergen zu buchen und auch ein Halbtaxticket zu kaufen. Die hohe Einsatzgebühr lohnt sich durchaus, wenn man vieles besichtigen will und außerdem ist das Ganze ein Jahr gültig.

Die Reise begann erstmal mit der Abholung meiner Freundin am Münchener Flughafen; ihre Anreise war ja schon nicht ohne aus Norwegen, sodass sie die Fahrt bis Schaffhausen als Beifahrerin geniessen durfte.
Kurz vor der Einfahrt in die Schweiz erinnerten wir uns gerade noch rechtzeitig, die Vignette aufzukleben. Kaum über die Grenze gefahren, stand da auch schon ein Kontrolleur.

copyright Yvonne Heldic

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Da wir am nächsten Tag gegen Nachmittag im Grindelwald sein wollten, gab es für uns nur diesen Abend die Gelegenheit, die Rheinfälle mit Nachtbeleuchtung zu geniessen. Es war schon ein bisschen unheimlich, denn niemand sonst hatte sich dorthin verirrt. Nur wir zwei und dann sind wir doch eine sehr ausgiebige Runde spazieren gegangen. Am Schloß vorbei, hinab zu den Bahngleisen und dort entlang bis ganz nah zu den Fällen. Schön war der nächtliche Spaziergang nach einer so langen Fahrt auch.

 

Gegen 22 Uhr hieß es dann Richtung Jugendherberge zum Einchecken.
Die Jugendherberge in Schaffhausen ist in einem schönen alten Gebäude mit Stallungen drumrum untergebracht.
Leider alles so gut wie unbeleutet, sodass wir erst bei der zweiten Umrundung endlich den Eingang fanden. Drinnen lagen schon mit einer lieben Notiz unsere Schlüssel und Bettwäsche bereit.

Dann ging es weiter mit dem Suchen nach unserem Anbau – Eingang. Im zweiten Anlauf gefunden, Zimmer ebenso und schon ging es spassig weiter: ich musste schon grinsen, da meine Freundin es ja gar nicht so hat mit Haushaltsarbeit. Denn es hieß erst mal Bettenbeziehen gegen Mitternacht.
Obwohl die Stockbetten verführerisch waren, entschieden wir uns angemessen unseres Alters, die unteren Betten zu benutzen. Auch hielt sich die Begeisterung in Grenzen, was die gemeinsame Toiletten/Duschenbenutzung anging. Aber für eine Nacht konnten wir damit leben und das wirklich klasse Frühstück in der Jugendherberge war schon die Übernachtung wert. Und da ist es auch ganz leicht ins Gespräche mit anderen zu kommen; die großen Frühstückstische erleichterten dies.

copyright Yvonne Heldic

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Mit Bedacht entschieden wir uns für eine der ersten Überfahrten zum Felsen erklimmen am Rheinfall.

Die zur Verfügung gestellte Zeit ist nicht sehr grosszügig bemessen; also empfhielt es sich recht flott aufzusteigen, um nicht nur Zeit zum Fotografieren zu haben, sondern auch einfach die Aussicht und die Gischt im Gesicht zu genießen.
Natürlich waren wir die letzten, die wieder an Bord sprangen, aber wir konnten der Versuchung nicht widerstehen, als die anderen Touristen schon entfernter waren, endlich ein paar Fotos ohne andere Menschen zu machen. Den etwas pikierten Blick des ungeduldig wartenden Bootsführers setzten wir nur ein strahlendes Lächeln und ein Danke entgegen.
Kaum wieder übergesetzt, wimmelte es nur so von Touristen. Die Buslandungen wurden auf die Rheinfälle losgelassen. Wir entschieden uns für einen Uferspaziergang zu der Stelle, wo wir die Nacht davor umgekehrt waren. Wieder am Ausgangspunkt mussten natürlich die obligatorischen Karten an die Daheimgebliebenen geschickt werden.

Die Fahrt nach Grindelwald war landschaftlich sehr schön.
Am Brienzer See legten wir eine größere Rast ein und genossen den Sonnenschein. Man fühlte sich wirklich wie im Altweibersommer, aber leider war die Blätterfärbung der Bäume noch nicht postkartentauglich. Aber wir hatten ja noch 10 Tage vor uns und hofften auf die Indian Summer Impressionen.

Grindelwald ist ein bequemer Ort; genügend Geschäfte, viele Verbindungen mit Bus und Bahn. Weniger bequem sind die steilen Anstiege sobald man das Zentrum verlässt.
Die Jugendherberge liegt recht weit oben, bietet dafür aber einen spektakulären Ausblick ins Tal und die Berge. Wir wohnten im Anbau mit eben jenen Blick. Dort blieben wir zwei Nächte und Juhu: mit eigenem Bad und WC! Auch dort fühlten wir uns sehr wohl, denn die gemütlichen Gemeinschafträume und die Terasse sind sehr einladend.

Leider machte uns das Wetter etwas Sorgen und zu Recht: als wir am nächsten Morgen aufstanden, war leider die geplante Bus-Zug-Schifftour durch den Grindelwald nicht möglich.          Zu viel Schnee in höheren Lagen über Nacht und schon war der Betrieb auf dieser Strecke eingestellt.
Also hieß es schnell, alternativ was zu finden, denn wir wollten keinen Tag ohne Aktivität erleben.
Wir würden fündig für eine Schlechtwetterunternehmung: die Trummelbachfälle.

copyright Yvonne Heldic

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Dort fließt das Gletscherwasser von Eiger, Mönch und Jungfrau gemeinsam ins Tal.
Die Klamm ist auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Wir haben uns sogar für eine kombinierte Bahn/Bus Anreise entschieden, um das Auto auf einen der raren Parkplätze der Jugendhergerbe stehen zu lassen; diese Tickets gab es auch zum halben Preis mit der Halbtaxabokarte.
Die Bahnfahrt ging entlang des Gletscherbaches; das Wasser ist weißgrau und fließt wirklich wild dahin.
Der Anschluß klappte gut und von der Bushaltestelle zum Eingang der Klamm sind es nur ein paar Minuten.

Die Klamm muss natürlich erstiegen werden und Schuhe mit ordentlichem Profil empfehlen sich schon. Es gibt wirklich einige wunderschöne Fotostopps.
Recht weit oben ist dann eine Art Turm, durch den das Tageslicht einfällt. Ich entschied mich, den gesamten Abstieg zu Fuß zu machen; meine Freundin nahm den Lift.
Auch die Anschlüsse für die Rückfahrt klappten gut.

Davor machten wir aber noch einen Abstecher nach Interlaken. Natürlich war das Wetter dort genauso schlecht inkl. eines Sturzbaches von Regen. Der Interspar war unsere Rettung. Wohlig warm und trocken. Also kauften wir gleich wieder unseren Proviant.
Endlich wieder in der Jugenherberge genossen wir das eigene Bad für eine Aufwärmdusche und ein kleines Nickerchen.

 

Am nächsten Tag nahmen wir ungeachtet des Wetter und der Vorhersagen den geplanten Tagesausflug in Angriff.
Die Tickets hatten wir ja schon lange im voraus gekauft. Deshalb konnten wir gleich den warmen Zug besteigen und genossen die Fahrt auf das Jungfraujoch mit Umstieg am Klein Scheidegg mit Fensterplatz.

Es ist schon eine Leistung, wie der Zug diese Höhenmeter nimmt. Die Fahrt ging auch durch viele Terrassen. Die Schneemenge jetzt im Oktober gibt nur eine Ahnung von den Schneemengen im Winter.

Leider war uns der Blick auf die Eiger Nordwand nicht vergönnt. Je weiter wir aufstiegen, desto winterlicher wurde es. Wir waren ja zum Glück genau richtig angezogen, was man von der Mehrheit der anderen Touristen nicht sagen konnte. Die haben ganz eindeutig keinerlei Vorbereitungen getroffen und man sah sie dementsprechend schlotternd den ganzen Tag.

copyright Yvonne Heldic

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Oben angekommen sah man nur weiß! Aber was soll’s! Die ganzen Ausgänge waren gesperrt; nur eine Terrassentür war zu öffnen.

Ob das übersehen wurde, abzusperren, weiß ich nicht.

Wir ergriffen aber gleich unsere Chance und gingen hinaus in fast mius 13 °C und fast 70 kmh Windstärke.

Macht nix, wenn einen halt mal für einige Minuten die Wimpern erfrieren und eigentlich auch die Augäpfel sich kalt anfühlten.

copyright Yvonne Heldic

Wir gingen dann kurz wieder rein, um die wasserfeste Kamera auszupacken, alles andere weg und noch eine Mütze aufzusetzen. Gerade eben als wir wieder raus wollten, wurden wir von japanischen Touristen gefragt, ob sie mit uns ein Foto machen dürften. Wir sahen halt nach Wagemut und wildem Leben aus nach dem Kurzaufenthalt im Schneesturm :o)
Dieses Mal konnten wir länger draussen sein und einfach nur Spass im Schnee haben. Wir fotografierten, solange die Finger noch durchbluten waren.
Die Rückfahrt war genauso “aussichtslos” wie die Hinfahrt, aber wir hatten ja ein Erlebnis der besondern Art genießen dürfen. Zurück in Grindelwald sind wir erstmal essen gegangen; das Speiseangebot hoch oben war gar nicht prickelnd und wir bevorzugten den knurrenden Magen.

 

Am nächsten Tag ging es weiter nach Fiesch ohne den geplanten Zwischenstopp am Engelberg/Titlis. Dort wollten wir mit dem Rotor hinauf und im Icefunpark einige Abfahrten mit Schlitten u.ä. unternehmen. Nach näheren Infos lohnte sich das dann doch nicht.

Im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung, da das Wetter immer winterlicher wurde und somit der Paß, den wir nehmen wollten, geschlossen war; wie viele andere auch. Damit erhöhte sich auch das Verkehrsaufkommen erheblich auf der verbliebenen Strecke. Wir mussten also nach Furka zur Autoverlade.

copyright Yvonne Heldic

copyright Yvonne Heldic                                                                                  

Der Weg war eine einzige Rutschpartie, sodass wir uns eine Pause am Straßenrand gönnten bis die Schneeräumer unterwegs waren. Dann ging es mit Vorsicht einigermaßen.

Mit dem Autozug waren wir schnell auf der anderen Seite der Bergkette und somit hatten wir auch das schlechte Wetter abgehängt.

 

Leider war dies nicht von langer Dauer und der Regen setzte ein und wollte nicht mehr aufhören. Also gab es nix zu tun außer auf besseres Wetter zu hoffen und Alternativen zu finden.
Dies lies sich am besten in einem Schweizer Lokal machen, das regionale Küche anbot. Das Essen in Fiesch war so gut, dass wir auf unserer Rückreise wieder dort Halt machten, um zu schlemmen.
Der nächste Morgen war genauso verregnet wie befürchtet. Somit wurde der Aletschgletscher mit Eggishorn Erklimmung auf Eis gelegt mit der Hoffnung, auf der Rückreise besseres Wetter zu erwischen, um dies nachzuholen.

 

FORTSETZUNG FOLGT MIT ZERMATT, MATTERHORN, CHAMONIX, MONT BLANC UND VIELEM MEHR: bald…..versprochen.

800 Meilen quer durch England…

in einer Woche und dazu noch ein Abstecher nach Wales.

Startpunkt der Tour war in Newcastle upon Tyne. Vom Flieger gleich in den bestellten Mietwagen. Der Flughafen und das Parkareal für Mietwagen ist überschaubar und liegt recht nah beieinander. So, mal kurz mental auf den Linksverkehr eingestellt und schon ging es los.

Hadrian's Wall © Yvonne Heldic

Erster Anlaufpunkt war natürlich Hadrian’s Wall bei Greenhead. Ein kleiner Wanderparkplatz gab uns die Gelegenheit, eine kleine Wanderung entlang des alten Grenzzaunes von England/Schottland zu machen. Entlang saftiger grüner Wiesen mit vielen Schafen – Glennkill lässt grüßen!-, einem  Aquädukt, das durch seine Höhe bestach wie auch durch sein Alter und eine Ausgrabungsstätte, waren interessante Fotomotive auf dem Weg zum Hadrian’s Wall. Auch Gleise durften überquert werden mit so netten Hinweisschildern wie “stop/listen/look”.
Alles in allem sehr idyllisch englisch. :o)

Obwohl wir im August unterwegs waren, war eigentlich keiner unserer Anlaufstationen überfüllt. Das merkten wir gleich, als wir jemanden suchten, der uns gemeinsam am Hadrian’s Wall fotografieren sollte.
Nach einigem Schäfchen zählen war es dann endlich so weit. Ein anderer Tourist; so weit so gut. Kaum die Kamera aus der Hand gegeben, schon blieb mein Herz stehen. Da ging die Dame mal kurz rückwärts für den besseren Bildausschnitt statt zu zoomen und stolperte prompt und in hohem Bogen auch meine Kamera. Ich wollte augenblicklich in Tränen ausbrechen, denn ohne Kamera wäre die Englandtour ja nix und mal so eine gescheite Kamera im Ausland kaufen war nicht im Budget eingeplant.
Aber nochmal Glück gehabt: die Kamera hat wirklich nur ein paar Kratzer abbekommen und die Batterien waren rausgeflogen; aber ansonsten hat sich das Alugehäuse wirklich bewährt.

Castlerigg Stone Ring © Yvonne Heldic

Dann ging es weiter Richtung Westen. Ein kleiner Stopp in Carlisle. Dort besichtigten wir Carlisle Castle. 900 Jahre auf dem Buckel, auf einem ehemaligen römischen Fort gebaut, war es auch das Gefängnis für Queen Mary of Scots.
In M&S deckten wir  uns mit paar Lebensmitteln ein. Der halbe Liter Clotted Cream mit Joghurt und frischen Walderdbeeren war eine Sünde!
Dann fuhren wir unseren Highlight entgegen: Lake District. Dort wollten wir knapp zwei Tage verbringen.
Unsere Strecke führte entlang des Ullswater. Eine sagenhaft schöne Landschaft, die wir fast alleine hatten für uns. Also waren Stopps überall möglich, wo auch immer es uns gefiel und nicht nur an den vorgegebenen viewing points.
Interessanterweise waren auch die Campingareale recht leer. Es scheint als das die Briten lieber außer Landes urlauben.

In Ambleside stellte sich die B & B Suche doch etwas umständlicher heraus als wir es von früherem GB Trips gewohnt waren. So klopften wir also an mehrere Türen, aber oft war der Preis für das dargebotene total überzogen.
Eine kleine Pension mit Parkplatz war dann doch ok. Der Blick von unserem Zimmer über das Städtchen war hübsch und auch der rege Betrieb eines in der Nähe liegenden Fish & Chips war ok; naja, nicht der Blick, sondern die Einkehr dort war ok ;o)

Snowdonia © Yvonne Heldic

Am ersten Abend allerdings gestaltete sich die Restaurantsuche als schwer. Es ist nun mal keine Großstadt, sodass um 21 Uhr alles geschlossen hatte. In einem Thai-Restaurant hatten wir aber Glück noch ein Plätzchen zu ergattern.
Die Pubs waren natürlich noch auf, sodass einen Guinness bzw. Applecider Absacker nichts im Wege stand, so wie jeden Abend eigentlich. Die Glückliche, die am nächsten Morgen nicht ans Steuer musste, durfte auch eines mehr genießen.

Am nächsten Morgen haben wir gleich eine Bootstour ab Waterhead gemacht. Wir entschieden uns, zu Fuß zum Anleger zu gehen. Es war ein angenehmer Spaziergang in der Morgensonne.
Die Bootsfahrt war wirklich lohnenswert. Diese wunderschöne hügelige Landschaft an sich vorüberziehen zu lassen und nicht nur aus dem Autofenster zu betrachten.

Interessanterweise stürmten auf dem Boot die Engländer gleich den Essbereich. Diese Erfahrung machten wir eigentlich überall. Wirklich irritierend! Kaum hatte das Schiff abgelegt, kam auch schon die Durchsage für Coke & Co und schon leerte sich das Deck. Die Überfahrt hätten sich die meisten also sparen können, denn von der tollen Aussicht bekam man ja unter Deck nicht viel mit. Mit dem Auto wären die nach Ambleside auch gekommen. Na ja, so einiges war anders in GB nach so vielen Jahre.

In Windermere sind wir nach einem kleinen Stadtspaziergang mit Frühstückspause ins Beatrix Potter Haus. Oh, wurden da Kindheitserinnerungen wach an die wunderbaren Geschichten. Heutzutage gibt es allerhand Artikel von den Beatrix Potter Figuren; angefangen bei Brettspielen zu Dekoartikeln und Plüschigem. Jetzt waren wir wenigstens finanziell in der Lage (keine Taschengeldabhängigkeit :o)) ein bisschen was zu erwerben: ein Kalender und eine neue Lieblingstasse.
Die Rückfahrt erfolgte auf einem sehr großen und alten Schiff. Ganz toll mit vielen Holzverkleidungen und vielen Sitzgelegenheiten an Deck.

Obwohl schon gegen 15 Uhr, entschieden wir uns eine kleine Wanderung zu unternehmen. Denn die Wasserfälle Stock Ghyll Forcr in Ambleside sollen sehr schön sein. Wir parkten in der Nähe der alten Mühle an der Durchfahrtsstraße und schon ging es los in den Wald. Es ist nur ein viertelstündiger Spaziergang zu diesen leicht zugänglichen Wasserfällen. 70 Meter verteilt über zwei Stufen stürtz das Wasser hinab. Er ist wirklich romantisch im Wald gelegen und auch die vielen Brücken, die dort queren, machen den Spaziergang zu einem besonderen Erlebnis.

Tags darauf entschieden wir uns für eine Wanderung entlang des Rydal Lakes. Die gletschergeprägten Berge sind wirklich hübsch, wenn auch baumlos. Es wanderten viele los, aber nach einer halben Stunde kehrten die meisten um, sodass wir die Natur für uns hatten.

Snowdonia Dampflok © Yvonne Heldic

Das letzte Stück Richtung Parkplatz mussten wir allerdings einen Sprint hinlegen, da die bezahlte Parkzeit ablief. In unseren Gefilden würde das nicht wirklich weiter stören; einen kleinen Unkostenbeitrag kann man unsere Strafzettel nennen. Aber in England versteht man da keinen Spaß. Unsinnigerweise soll man im Voraus wissen, wie lange die Wanderung dauert (als hätte man da Erfahrung!) und die Strafbeträge sind wirklich drastisch. Um auch jeglichem Schwindel entgegen zu wirken, muss man an einigen Parkplätzen sogar das Kennzeichen eingeben. Ist natürlich wirklich spaßig, wenn man einen Mietwagen fährt und der am anderen Ende des Areals geparkt ist. :o)

Statt den direkten Weg nach Windermere zu nehmen, entschieden wir uns fürs cruisen. Wo wir da eigentlich genau waren, konnten wir bis heute nicht mehr rekonstruieren, denn es war eigentlich “in the middle of nowhere”.
Meine Freundin erwies sich ein weiteres Mal als folgsame Fahrerin. Nach einer kurzen Ansage von mir “blinke und fahre da links rein”, fuhren wir ein einsames Sträßchen entlang, das man wirklich übersehen kann, aber meinem Adlerauge entgeht nichts, vor allem keine kleinen Schilder, die auf einen See hinweisen. Geparkt haben wir zwischen Bäumen. Dann gingen wir den See entlang, vorbei an alten Wassertürmen und einer wunderschönen Steinmauer. Der See ist von einer Seite von bewaldeten Bergen eingeschlossen, sodass der Ausblick von der begehbaren Seite einfach herrlich war. Lediglich 2 Radfahrer kamen uns entgegen; ein bisschen verwundert waren die schon ob zwei Menschen mit Kamera.
Die Idylle wurde jäh unterbrochen durch einen Kampfjet. Die schleichen sich ja wirklich absolut lautlos ran, erst wenn sie genau über einem sind, donnert es dermaßen, dass einem fast das Herz stehen bleibt. Aber dann setzt gleich der erhöhte Herzschlag ein.

So eine Überraschung erwischte uns noch zweimal während unserer Reise. Anscheinend bedeutet ja Naturschutzgebiet bei den Briten nicht viel. Die Dinger jagen oft und tief darüber hinweg, auch sind off-road Rennen in solchen Gegenden geduldet.

Wir vermuten mal, dass wir am Thilmere Lake waren. Denn wir waren ja auch in Keswick um einen der größten Steinkreise in England zu besichtigen. Stonehenge ist nicht nur am anderen Ende der Insel, sondern auch recht überfüllt und wirklich nahe kann man ja auch nicht ran.
Der Castlerigg Stone Circle ist eigentlich fast in der Ortschaft, aber bietet nach Nord und Süd einen fantastischen Ausblick. Wir hatten auf der einen Seite hohe, kahle Berge, die von schweren, bleiernen Wolken umgeben waren und auf der anderen Seite schien die Sonne auf wunderbar hügelige, mit Schafen “verzierte” Weideflächen. Wie alle Steinkreise in England, wurde auch dieser in der Zeit 2500 bis 1300 v. Chr. gebaut. Es handelt sich hier um einen Kreis mit 2 bis 3 Dutzend Steinen, die bis 2,5 Meter hoch sind und aus Schieferstein sind. Auf einer Seite sind sie glatt. Aber leider hinderte das die nervigen Touristenscharen (meist Asiaten) nicht, auf die Steine zu klettern. Super nervig, da es fast unmöglich war, schöne, wenn möglich menschenfreie Fotos zu machen. Da kann man so rückblickend schon verstehen, warum Stonehenge nur aus der Ferne zu bestaunen ist.

Yorkshire Dales © Yvonne Heldic

Via Kendal fuhren wir dann durch den Yorkshire Dales Nationalpark. Dort wollte ich vor allem das Viadukt der Zugstrecke von Settle nach Carlisle sehen. Im  PC-Trainsimulator bin ich diese Strecke ja schon gefahren und die realistische Umgebung war unglaublich.
Als ich dann endlich dort an der Brücke und einigen alten Steingebäuden war mit Blick auf die Weitläufigkeit des Viaduktes kam ich mir vor, als sei ich in meinem Trainsimulator game. ;o). Das Glück war mir weiter hold und kurz darauf kam ein Zug angeschnauft.
Wildes Winken unsererseits wurde mit Zugpfeifen beantwortet.

Eine Verschnaufpause legten wir in einem kleinen Ort ein, dort befand sich auch ein Briefkasten. Es erschien so unwirklich in dieser Gegend, dass ich doch glatt fragte, ob dieser wirklich geleert wird. Ich war bestimmt nicht die erste, aber auch nicht die letzte, die diese Frage stellte; darauf ließ das Grinsen des Bewohners des Miniortes schließen.
Im nächsten kleinen Ort wartete schon die nächste Herausforderung: wie kriegt man den Pfau von der Straße? So schön und prächtig er da auch seinen Balztanz vorführte, so lange dauerte es aber auch. Hupen beeindruckte nicht, aussteigen und verscheuchen war auch erfolglos. Den Leuten, die im kleinen Garten an der Straße saßen, gefiel diese Szenerie gut. Das war eindeutig am Zuprosten zu erkennen. Nach einer Ewigkeit durften wir endlich weiterfahren. Das nennt sich modere Wegelagerei.

Jetzt hatten wir eine lange Strecke vor uns, nämlich bis nach Wales. Das war nicht zu schaffen bis zum Spätnachmittag. Also musste die Besichtigung von Conwy Castle und die Llandudno Tramway und Snowdownia-visit total umgeplant werden. Inzwischen hatten wir nämlich festgestellt, das viele touristische Einrichtungen schon gegen 17 Uhr schließen. Schade eigentlich, da es in diesen nördlichen Gefilden ja recht spät dunkel wird. Also nahmen wir uns Zeit für diese Strecke und machten einen kleinen Halt in Wigan. Dieses tolle Städtchen ist zwischen Liverpool und Manchester gelegen. Es hat eine wirklich schöne Einkaufsmeile und am  Wigan Pier kann man schön spazierengehen mit vielen schönen Aussichten und Eindrücken.

Kaum haben wir Chester in England verlassen und die Grenze nach Wales überquert war doch so einiges anders. Allen voran die Straßen, deutlich besser ausgebaut und auch in sehr gutem Zustand. Da wussten wir allerdings noch nicht, dass wir sehr viel mehr Meilen hier runterreißen würden als geplant. Natürlich haben wir erstmal Conwy Bay angesteuert. Dort genossen wir einfach die letzten Sonnenstrahlen und die Abenddämmerung am Meer. Jetzt war es wieder an der leidigen Unterkunftsuche.

Conwy Castle © Yvonne Heldic

Obwohl wir viele B&B u.ä. in dieser Gegend sahen, wollten wir nach Betws-y-coed. Dort soll es ja so toll sein, ideal um zum Snowdownia Nationalpark zu gelangen und die Unterkünfte sollen ja direkt an der Straße liegen. Leider haben wir den  Reiseführer geglaubt.

Es war ausschließlich überteuert, sodass wir einfach weiterfuhren für ein abgelegeneres B&B, das wenigstens sauber und günstig sein sollte. Mehr Anspruch hatten wir nicht mehr. Wir fuhren durch dichte, dunkle Wälder mit fast keinem Lebenszeichen. Nach einer Stunde endlich ein kleines Lichtermeer und ein einziges freies Doppelzimmer. Ein bisschen spooky war es da schon, da der Weg zu den anderen Zimmern hinterm Haus entlang führte direkt an unserem Zimmer entlang. Die Schatten und Geräusche der unbekannten Wesen ließen keinen so guten Schlaf zu, denn das Schloss und die Fensterriegel waren eher Typ “schöne Deko”.

Frühstück war bähhhh, also packten wir alles ins Auto, zogen unsere Wanderbekleidung an und fuhren sehr früh nach Llanberis, um mit der Snowdown mountain railway hinaufzufahren. Leider war einen Wanderung zum Sumit nicht möglich, da einerseits das Wetter instabil war und andererseits der Zug nur bis zur vorletzten Station fuhr. Somit wäre der Aufstieg auch zu lang und steil gewesen.

Kaum hatten wir die Tickets gekauft, mussten wir leider zu mäkelnden Touristen werden. Denn es bestand keine freie Platzwahl auf den schmalen Holzbänken. Obwohl nicht mal annähernd zu 2/3 besetzt, mussten wir in einer vollen Kabine mit Plärrkindern aushalten. Aber unsere bitterbösen Mienen erlösten uns von dem Leid. Wir wurden höflich gebeten, ob wir nicht doch woanders sitzen wollen. Aber ja, rein in die nächste freie Kabine mit idealen Fotografiermöglichkeiten. Und schon war wieder ein herzliches Lachen auf unseren Gesichtern.

Die gemächliche Fahrt nach oben in wunderschön sich dahin schlängelnden Serpentinen war toll; überall winkende Wanderer und Schafe. Diese Landschaft ist wirklich bezaubernd. An der Endstation war es neblig, windig und kalt. Zum Glück waren wir mit Regenwindjacken gut vorbereitet. Nach kurzer Zeit kam ein weiterer Zug angetuckert, nämlich die berühmte Alte mit der Dampflok. Einfach toll! Die Besucher verstreuten sich recht schnell, sodass nur zwei erfrierende, zitternde Amerikaner da waren, die ein Foto von uns machen konnten. Das Foto wäre wirklich ein Hit geworden, wenn der “Fotograf” nicht so gezittert hätte. Andererseits ist das eines der lustigsten Bilder, das so eine einmalige Erinnerung daran hängt.
Wieder unten angekommen fuhren wir den See entlang zurück nach Betws-y-coed. Unterwegs picknickten wir an Wasserfällen.
Dann ging es direkt nach Conwy zum Conwy Castle, das von der unglaublich imposanten Hängebrücke mit der anderen Uferseite verbunden ist. Diese Suspension Brücke stammt aus dem Jahre 1826. Das Conwy Castle stammt aus dem 13. Jhd.

Dunstanburgh Ruine © Yvonne Heldic

Es ist wirklich sehenswert. Die begehbaren Castle walls umschließen einen Teil der Stadt. Wir marschierten zügig durch, denn wir wollten an diesem Tag auch noch zum Llandudno tramway.

Der Gipfel der Tramway Strecke (letztes Stück mit der Seilbahngondel) ist nicht nur eine landschaftliche Schönheit, deren Ruhe man genießen kann. Leider ist es auch ein großer, lauter Spielplatz mit Karussells und vielen Fast Food Einkehrmöglichkeiten, sodass man die frische Meeresbrise nur weit davon atmen konnte.

Trotz allem hat sich dieser Ausflug sehr gelohnt!!  Alleine schon die sehr steile Fahrt mit der Schienenseilbahn war ein Erlebnis für sich. Für Ängstliche nicht geeignet, da das Tempo beachtlich ist, vor allem auf der Rückfahrt!! Die Strecke verläuft auch oft direkt vor den Haustüren der Einwohner. So mal aus dem Haus stürmen sollte man dort nie.
1902 wurde diese Strecke eingeweiht und erfreut sich bis heute größter Beliebtheit. An Tagen mit gutem Wetter reicht die Aussicht schier unendlich. Snowdonia, Ilse of Man, Blackpool und sogar zum Lake District kann man sehen. Wären wir nicht gerade dort gewesen, hätte uns das Fernweh übermannt. Besonders genossen wir den Blick auf die irische See. Es herrschte auch Ebbe, was der Landschaft eine noch interessantere Tiefe gab.

Nach diesem sehr eingespannten Tag machten wir uns wieder auf die Straße. Wir waren noch recht unschlüssig, ob wir noch was anderes in Mittelengland sehen wollten oder gleich zurück nach Newcastle upon Tyne mit einer Übernachtung irgendwo. Dort dann shoppen und diese Woche langsam ausklingen lassen oder noch mehr Sehenswürdigkeiten.

Wir entschieden uns für eine Übernachtung in Stoke on Trent, wahrscheinlich eher bekannt als Hometown von Robbie Williams. Es lag auf der Strecke. Aber so einfach wie gedacht war es mal wieder nicht, ein Zimmer zu finden. Das riesige Hotel der Stadt war vollkommen ausgebucht, denn Engländer heiraten gerne am Wochenende mit viel Feiern.
Da rotierten wir mal wieder, müde und hungrig. Also ging es erstmal zum Safeway. Dort wurde richtig Essen  und Trinken (Guinness in der Dose und Applecider in big bottles) eingekauft.

Und da wir das Jahr 2007 schrieben, waren wir keine Besitzer von Internethandy & Co. Also wurde das TomTom nach einem Hotel befragt. Wir ließen uns einfach dorthin lotsen. Es lag gleich ein einer großen Verkehrsstraße und was Gott sei Dank ein Holiday Inn Express.

Da weiß man wenigstens, was man kriegt: das letzte Zimmer zum einen, zum anderen sehr teuer und rauchverqualmt war es auch. Das mussten wir zwangsläufig gleich reklamieren, denn eigentlich herrscht dort ein striktes Rauchverbot und überall hängen die Infos für drastische Strafen. Also meldeten wir das gleich, ließen es schriftlich fixieren, denn ich wollte mich absichern, da das Hotel ja meine Kreditkartennummer hatte und ich keine Lust hatte, irgendeinen Strafsatz darauf zu finden.

Es war eine lästige Angelegenheit, die dann letztendlich mit dem Manager geklärt werden musste. Als Entschädigung, weil ja auch nichts anderes frei war, bekamen wir einen Spezialpreis für diese und die  zwei nächsten Übernachtungen im Holiday Inn in Newcastle. Das war unser Glück, denn unser Budget für Übernachtungen war wirklich gesprengt. So zahlten wir für jede Holiday Inn Nacht “lediglich” 90€  anstatt fast 140€.

Wir fuhren dann ohne Umwege und Unterbrechungen nach Newcastle upon Tyne. Das Holiday Inn ist wunderbar im Zentrum gelegen mit Parkhaus. Nicht kostenfrei, aber bezahlbar. Wir gingen dann ein bisschen gemeinsam des Weges bis sich unsere Wege für’s  Shoppen trennten.

Als ich dann gegen 13 Uhr fix & fertig im Hotel ankam, lag meine Freundin schon auf dem Bett. Wir blickten uns nur an und fragten fast synchron: “Geh’n dir all die Menschen auch so auf den Geist und willst du nicht einfach weiter nach Norden fahren, um die Landschaft und das Meer zu sehen?”. Keine 10 Minuten später starteten wir wieder den Wagen und fuhren nach Bamburgh.

Bamburgh Castle © Yvonne Heldic

Bambough ist ein Bilderbuchstädtchen. Sehr beschaulich, am Meer gelegen, eine prächtige Burg thront hoch oben, viele kleinen Lädchen, die wirklich wertige Souvenirs verkaufen, säumen die Straßen. Da es in der Nähe die berühmte Vogelbrutinsel gibt (die werde ich auf jeden Fall bei meinem nächsten GB-Aufenthalt besuchen!!), gab es so viele verführerische Zeichnungen, Gemälde u.ä. mit meinen geliebten Papageientauchern/Puffins. Ich habe eine solche Schwäche für diese Clowns der Lüfte. In Norwegen habe ich einen ausgestopften gesehen; sie sind recht massig, aber wirklich lieblich. Dieser war übrigens eines natürlichen Todes gestorben und nicht erlegt worden zum Zwecke der Präparation.

Wir sahen uns nur kurz im Burghof um, denn das Meer lockte ungemein. Wir wählten den Weg quer durch die Dünen und verbrachten eine Stunde im Sonnenschein am Meer. Es war ja so beruhigend nach dem Menschenauflauf in Newcastle. Nach einer Woche Zweisamkeit, Natur und Ruhe war das einfach zu viel. Es wäre kein guter Abschluss unserer Reise geworden. So war das wirklich schön, denn wir wählten den Weg entlang der Küste zurück. Natürlich legten wir einige Stopps ein und aus der Ferne erhaschten wir immer wieder einen Blick auf ein uraltes Gemäuer. So etwas zieht mich ja magisch an! Also kurz die Straßenkarte gewälzt und schon ging es zielstrebig nach Dunstanburgh Castle.

Es war ein bisschen kompliziert mit der Anfahrt, denn das Visitor Center war schon geschlossen, aber wir wussten, dass es noch einen Weg geben muss. Denn die Leute, die dort auf den Wiesen liefen, sind ja auch von irgendwo gekommen. Nach einiger Rumkurverei fanden wir einen besseren Feldweg. Es war sehr zu geparkt, aber einen Großstadtmenschen wie mich fordert so eine kleine Lücke eher heraus, als das sie ängstigt. Das war auch gut so, denn vier Autos vor mir probierten es und gaben auf. Ich hab’ mich da nicht so und nach gefühlten 20 Mal reinschunkeln, war ich drin; die Autoschlange lange, aber englisch geduldig wartend.

Wir marschierten los, war es denn nun schon recht spät. Wir gingen querfeldein direkt auf die Ruine los. Hatten noch die Ruhe weg, ein geeignetes Plätzchen zu finden, um ein Selbstauslösefoto von uns zu machen bis es uns dämmerte, dass diese Fähnchen überall wohl eine Bedeutung haben könnten. Tja, es war ein Teil des Golfplatzes. Von nun an gingen wir weniger entspannt und etwas aussenherrum Richtung Ruine. Rumfliegende Golfbälle sind ja wahre Geschosse. Bald darauf stießen wir wieder auf den Wanderweg zum Dunstanburgh Castle.
Alles in allem hat sich dieser Abstecher auch gelohnt, denn die wunderschöne romantische Lage der Ruine direkt am Meer erfüllt ja jedes Klischee von englischen Gemäuern.

Gateshead Millenium Bridge © Yvonne Heldic

Zurück in Newcastle upon Tyne gingen wir auf Nightsightseeingtour nach einer ausgiebigen Mahlzeit. Diese Idee war wirklich ausgezeichnet.
Vor allem die vielen beleuchteten Brücken waren ein Hingucker, aber auch viele Gebäude waren sehr vorteilhaft ausgeleuchtet.
Am eindruckvollsten war natürlich die Gateshead Milleniumbridge. Mag London sein Riesenrad haben, aber diese Brücke mit ihren Farbspielen und der Beweglichkeit ist wirklich was tolles.
So kann am von überall dorthin schlendern, da die Promenaden wirklich schön sind. Wir verbrachten dort viel Zeit, auch um uns das Bauwerk genauer anzuschauen. Es ist riesig und auch die Überquerung ist genial mit Sitzmöglichkeiten, da die Brücke um die Längsachse durch ihre Angelpunkte rotiert werden kann, um Schiffen die Passage unter der Brücke zu ermöglichen.
Gut erklärt mit den passenden Fotos bei wikipedia!

Je später die Nacht wurde, desto bunter wurde das Publikum, aber auch betrunkener (englischer Volkssport) und so allmählich wurde es Zeit ins Hotel zurück zukehren. Wir mussten ja auch noch packen und etwas Schlaf bekommen, denn es hieß früh raus zum Flughafen; möglichst vor der Rushhour und mit genügen Zeit eingeplant für die Autorückgabe. Es klappte alles so gut wie bei der Ankunft. Die Rückgabe dauerte nur Minuten und der Fußweg zum Terminal war kurz.

Dann trennten sich unsere Wege. Meine Freundin flog direkt zurück nach Norwegen, für mich hieß es erst mal nach London. Bis dahin war ja alles gut gelaufen…aber London hatte es in sich. Dort natürlich war die Verspätung meiner Maschine nach Deutschland schon angekündigt. Aber trotz allem war mein Gepäck zu spät in München. Herrlich, sage ich nur. Naja, ich habe mir dann erst mal ein bayrisches Mittagessen gegönnt und dann ging’s ab nach Hause.

Berlin, wir fliegen nach Berlin….

lautete die Entscheidung, aber nicht, weil uns die Stadt so interessiert hätte, aber sie lag geografisch in etwa gleich weit entfernt von München und Stavanger. Noch dazu gab es Billigflüge und wir konnten uns am selben Flughafen treffen.

Berlin Mauer © Yvonne Heldic

Die S-Bahn Fahrt in die Stadt ließ erst mal auch nichts gutes verheißen, denn an jeder Station kamen Bettelnde und/oder Musizierende vorbei, die doch recht aufdringlich Geld forderten. Da war man in Versuchung, gleich wieder nach Hause zu wollen.

Dann endlich die Ankunft an der Friedrichstraße und ein kurzer Spaziergang zu unserem Hotel. Gesparte Fluginvestition wurde in ein 5 Stern Hotel investiert, das Westin Grand Hotel mit seiner berühmten Freitreppe. Die ist wirklich was besonderes; und auch so ist das Hotel schon ein Hingucker. Der Service und die Historie des Hotels stimmten gleich versöhnlich.

Viele “points of interests” hatten wir uns nicht rausgesucht, was auch gut war, da die Stadt samt der allgegenwärtigen, aufdringlichen Bettler, eine tolle Atmosphäre hatte und dann so richtig Lust machte, noch einiges spontan entschiedenes zu besuchen.

Berlin Checkpoint Charlie © Yvonne Heldic

Als erstes Stand natürlich Checkpoint Charlie auf dem Programm. In der Nähe der Münchner Ami-Siedlung lebend hatte man früher natürlich so einige Geschichten und Anekdoten erzählt bekommen von Stationierten und darum war es für uns persönlich sehr interessant vor Ort zu sein.
Sehenswert ist natürlich auch das bereits 1962 direkt am Checkpoint Charlie gelegene Mauermuseum. In vier Sprachen wird alles im Museum ausgeführt, es werden Originalobjekte gelungener Fluchten gezeigt, auch über die Geschichte und Geschehnisse der Mauer wird viel erzählt.

Die alten Grenzstempel, die angeboten wurden von alten Uniformträgern draußen am Checkpoint Charlie waren so verlockend, das wir unser Pässe zückten und diese einstempeln ließen. So ein einzigartiges Souvenir kann man sich schon gönnen und bezahlbar war es auch.

Auch der Spaziergang entlang der Spree, wo einst die Mauer verlief, war passend, um noch ein Gefühl von einer solchen Trennung zu verstehen. Natürlich war es toll, von beiden Seiten Fotos machen zu können und eine so junge Historie hautnah zu sehen. Dieses 1,3 km lange Teilstück wurde von vielen Künstlern gestaltet; auch bekannt als East Side Gallery.

Berlin Wendeltreppe © Yvonne Heldic

Weiter ging es dann zum Alexanderplatz, denn einen ersten Eindruck von Berlin wollten wir von oben haben. Die Aussicht aus der “Kugel” war weitreichend und so entschlossen wir uns, auch die Siegessäule zu erklimmen.
Dort stand bei weitem keine lange Schlange an, um Einlass zu bekommen. Kein Lift und gaaanz viele Treppen in Wendelform und recht schmal dazu, vor allem bei Gegenverkehr unangenehm, ließen nur hartgesottene erscheinen ;-).
Der Aufenthalt oben wurde zwar fotografisch sehr genossen, aber allzu lange konnten wir nicht bleiben, da der eisige Polarwind nur so ins Gesicht und an die Hände peitschte.

Leider hatten wir mit dem Wetter kein so großes Glück; es war zwar nur einen Tag richtig nass (Schneeregen), aber der eisige Wind an jedem Tag zwang zum Tragen von wattierten Regenhosen und Thermojacken samt langer Unterwäsche.
Täglich 4-5 Starbucks Café Besuche waren nötig, um sich aufzuwärmen von einem zum anderen Besichtigungspunkt. Zum Glück liebe ich ja Chai Latte und Schwarztee, sonst wären einem die wärmenden Getränke zum Hals rausgehangen.

Berlin Brandenburger Tor © Yvonne Heldic

Aber vom eisigen Wetter ließen wir uns nicht abhalten. So haben wir auch es auch durchgezogen, das Holocaust Denkmal in der Dämmerung und bei Nacht zu besichtigen. Was von außen wie Steine in Wellenform aussieht und nicht viel vom Thema vermittelt, wird eines besseren belehrt, wenn man es durchwandert; vor allem in düsteren/dunklen Lichtverhältnissen.
Anschließend genossen wir noch das beleuchtete Brandenburger Tor und hatten eine Menge Spaß mit dem Versuch Eigenportraits hinzukriegen mit dem Nachtmodus…aber mit eisigen, zittrigen Händen wurde das zu einer Zitterpartie und vielem Lachen. Den anderen Touristen erging es nicht anders.

Berlin vom Reichstag © Yvonne Heldic

Der Besuch des Reichstages war eine Spontanentscheidung, denn die Wahnsinns-Menschenmengen, die sich da jeden Tag ansammelten, waren in Relation zum Erlebnis einfach zu viel. Eines Spätnachmittags reichte die Schlange aber “nur” bis zum Ende der Treppenstufen, also stellten wir uns an. Glück war für uns, da sich viele Schulklassen dort tummelten und die Lehrer von einigen Klassen Mitleid hatten mit zwei einsamen Touris  und uns vorließen.
Wow, das war wirklich eine Ersparnis von ganz langer Wartezeit; denn erst dann sahen wir, das man gründlich durchleuchtet wurde, dann wieder anstehen musste für den Lift usw.
Kaum oben angekommen und auf den Weg durch Frischluft zur Reichstagskuppel setzte ein Dicke-Schneeflocken-Sturm ein, der einen geradezu in die Kuppel fegte. Dafür gab es zur Belohnung ganz tolle Aufnahmen von der Dämmerung über Berlin mit Schneetreiben.
Die Aussicht war toll und obwohl sich viele Leute tummelten, verlief sich die Masse recht gut. Die Kuppel ist wirklich eine wunderschöne Konstruktion.

Auch der Besuch des alten Olympiastadions war lohnenswert, da man sich ganz alleine auf den Gelände umschauen durfte. Nicht so wie in München, wo man brav im Grüppchen rumgeführt wird und alles auf Zeit ausgelegt ist.
Alleine schon der Weg von der U-Bahn bis zum Stadion ist toll, vor allem wenn der Parkplatz leer ist und man somit eine ungehinderte Sicht auf das immer näherkommende imposante Bauwerk hat.
Ungeachtet der negativen Historie für den Bau, ist der Bau selbst schon faszinierend. Ein bisschen wie in einer anderen Zeit, wenn man das Stadion fast für sich alleine hat und sich alles genau anschauen kann.
Witzig war auch der Trabbi-Corso um den Checkpoint Charlie. Leider hatten wir beide keine Führerschein dabei, deswegen konnten wir so ein Ding leider nicht “erfahren”. Toll wäre das schon gewesen, zwei faule Automatikfahrer damit mal zu konfrontieren.
Am Startpunkt dieser Fahrt ist nebenan auch gleich ein Heißluftballon, der leider wegen der starken Winde am Boden verankert blieb. Gerne hätten wir diesen Aufstieg gemacht.

Olympiastadium © Yvonne Heldic

Die Wilhelmsstraße gleich daneben brauchte dann schon einige Zeit, um richtig besichtigt zu werden und anschließend Zeit, um das alles zu verdauen.

Leichte Kost gönnten wir uns mit dem Besuch in Kaufhaus Lafayette. Für mich war allerdings das Untergeschoss von Interesse, da ich vermutete, dass es dort g’scheite Brioche geben muss. Mit meiner Vermutung lag ich richtig, so dass ich gleich welche für die restlichen Tage zum Frühstück einkaufte.
Die vermisse ich immer noch regelmäßig!!
Toll war auch das Kulturkaufhaus Dussmann; nicht nur zum Aufwärmen.

“Unter den Linden” war Ende November natürlich nicht der Hingucker, aber mit etwas Fantasie da so in Eiseskälte stehen, versuchten wir uns das Ganze in Frühlingsblüte vorzustellen und im Sommer, wenn jeder flaniert. So aber war es nur eine Straße zum Queren auf dem Weg Hotel.

Wer mal gut regional/typisch Berlinerisch Essen möchte, kann gut schlemmen in den Lokalen, die in den Unterbauten der Friedrichstraße (Bahnstation) untergebracht sind. Von 5 Abenden haben wir dreimal dort gegessen.
Auch der Bagel-Laden gleich gegenüber ist nicht zu verachten!

Schlendern ließ es sich natürlich wunderbar auf dem Kurfürstendamm, ebenso wie einkaufen. Herrausstechend ist natürlich die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. 1943 schwer zerstört, ist sie trotzdem wunderschön und imposant. Und seit 1987 befindet sich in der Turmruine eine Gedenkhalle über die Geschichte der Kirche.

Der Potsdamer Platz hat uns gut gefallen. Ein ganz moderner Platz, an dem zwar keine klare architektonische Linie zu finden ist, aber fast jeder Bau für sich gesehen ein Hingucker ist.

Berliner Bären © Yvonne Heldic

Gefallen haben uns die Berliner Bären an so vielen Orten. Alle sind sie eigentlich schön bemalt, so dass die Bären oft mit auf’s Foto mussten. Im Alexanderturm, Olympiastadion u.u.u. Übrigens, In München findet man überall in der Innenstadt Löwen, die auch sehr originell gestaltet sind.

Die Rückfahrt zum Flughafen war so knapp, das wir beinahe unsere Flüge verpasst hätten. Die Ansagen und Mitteilungen an den Bahnhöfen war mangelhaft, ebenso die Umstiegsmöglichkeiten. Der Anschluss an den Flughafen so früh morgens ist nicht direkt zu machen. An der zweiten Umstiegshaltestelle waren wir schon 8 verzweifelte Touristen. Wir fuhren dann gemeinsam zum Alexanderplatz zurück, allerdings ohne neue Tickets, denn dort sollten angeblich immer Taxis sein, denn telefonisch ging leider nichts mit Taxibestellung. Dort angekommen standen gerade mal zwei Taxis. Aber irgendwie schafften wir es jeweils zu viert und mit Gepäck uns hinein zuquetschen.

Fazit: Berlin lohnt sich auf jeden Fall, auch bei Eis und Sturm; aber wenn vermeidbar, vermeiden ;-) ;-) Die Straßenbelästiger allerdings sind schon penetrant und man möchte sich das nicht wirklich bei gutem Wetter vorstellen. Und falls man Frühflieger ist, sollte man sich ein Taxi bestellen und auf den Öffentlichen Nahverkehr verzichten.

Besuch der Freiheitsstatue mit Aufstieg zur Krone (Crown visit)

Eines unserer New York Tagesziele war der Besuch der Miss Liberty inklusive dem Aufstieg zur Krone. Nachdem ja nur sehr wenige Tickets pro Tag dafür zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, recht weit im Voraus zu buchen. Der Aufpreis ist gering, die Chancen allerdings auch.

Endlich war es soweit! Nachdem wir ja schon einiges besichtigt haben in den letzten fünf Tagen, ging es früh morgens mit der Subway zum Battery Park. Dort standen wir erst mal Schlange am Ticketschalter. Mit der online-Bestätigung wurden uns dann die Tickets gegeben. Da wir genügend Zeit eingeplant hatten wegen der Sicherheitsprüfungen, bevor man überhaupt auf seine Fähre gelangt, blieb uns nach dem raschen Erhalt Zeit, um in einen nahe gelegenen Starbucks zu frühstücken. Dort unterhielten wir uns auch mitleidig über die armen, teils amerikanischen Touristen, die nicht solch ein Glück hatten, mehr als 300 Treppenstufen steigen zu dürfen, um den grandiosen Blick von der Krone aus zu erleben.

Krone©Yvonne Heldic

Nur so zum Scherz, aber auch zu unserem Glück, überlegten wir uns, für wieviel Geld wir unsere Tickets denn abgeben würden….und betrachteten da so das Ticket, um festzustellen, dass unsere Namen ja eingedruckt waren. Ein Geistesblitz, ob wir denn ohne Identifikation damit weiterkommen, auch wenn wir es ohne jegliche Identifikation ausgehändigt bekamen. Schnell ausgetrunken und zurück zu Ticketschalter; mal dezent mit “ganz wichtig und eilig” recht deutsch vorgedrängelt und dann auf ganz genaues fragen, endlich ein “oh, well, yes, didn’t I mention before?” von der Angestellten zu erhalten.

Panik erfasste uns bei dem Blick auf die Uhr – 35 Minuten bis zur Abfahrt der Fähre. Unsere Fotokreditkarten sind zwar das angegebende Mittel gewesen, die Tickets zu erhalten, aber nicht genug, um an Bord zu gelangen. Echt super, diese genauen Hinweise, nach denen man fragen muss. Die Zeit drängte, also sprinteten wir wie verrückt durch den Battery Park zur Straße, um ein Taxi zu ergattern. Gar nicht so einfach zur rushhour, aber zwei Hartnäckige ohne Zeit schoben sich einfach in die Straße. In Rekordzeit zu unserem Hotel in der Nähe des Times Square gebracht, flitzten wir los zum Lift und mussten warten. Ein Treppenmarsch in den 32. Stock war undenkbar! Dann endlich hatten wir unsere Pässe, stürmten wir auch schon zurück auf die Straße. Ein freies Taxi war weit und breit nicht zu sehen. Einige ungehobelte Vordrängeleien wie in einem amerikanischen Film war unser Auftreten entsprechend, um ein Taxi zu erobern. Der Fahrer gab dann auch mächtig Gas, um uns so nahe wie möglich am Battery Park rauszulassen. Nochmals 15 $ losgeworden, sprinteten wir direkt zur Fähre und war die letzten in der Reihe. Die Überfahrt dauerte wenigstens so lange, dass wir uns wieder beruhigen konnten.

Auf dem Stern angekommen, konnten wir schon wieder ein bisschen lachen. Wir mussten dort verschiedene Kennungen abholen, da wir ja auch Crown Visitors waren. Entgegen der Hinweise auf deren Homepage konnte man nicht mal ein Minitäschchen mit haben auf dem Weg zur Krone. Also hieß es, alles Wichtige in den Hosentaschen zu verstauen. Und dann kam die härteste Entscheidung: meine wertvolle teuere Kamera ohne jeden Schutz mitnehmen oder einsperren und nur die Kleine mitnehmen?!?! Während des zweimaligen Schlangestehens dort für die endgültige Sicherheitsprüfung hatte ich 15 min. Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Auch der Balkon, der eine tolle Höhe hat fürs Fotografieren, war nicht wieder zu besteigen. Schweren Herzens entschied ich mich für die kleine Kamera; vor allem beim Betrachten, welch alte Leute da in unserer Aufstiegsgruppe waren. So stabil sahen die nicht aus, und ein Rempler von denen…Es gibt genügend Schließfächer, um seine Sachen zu verstauen; natürlich mit Fingerabdruck zu bedienen.

Wendeltreppe©Yvonne Heldic

Im Fuße der Miss Liberty angekommen, trugen wir uns erst mal in die Liste für den Aufstieg ein. Der Haufen Senioren weckte zwiespältige Gefühle in uns: hoffentlich klappt keiner zusammen, denn es gibt ja nur eine Wendeltreppe; hoffentlich passen die Beleibteren durch. Denn rechts und links von den Stufen sind unflexibler Wände. Und dann war da eine ganz anderer elementare Sorge: hoffentlich machen wir nicht eher schlapp als die alten Herrschaften; das wäre wirklich peinlich!

Der Aufstieg ging ohne gedrängt zu werden gemütlich nach oben; es blieb genug Zeit, um die Innenseite der kupfernen Freiheitsstatue zu bestaunen. Auch von innen mit all den Streben und Nietungen ein schöner Anblick.
Wir hatten übrigens um die 100 extra Treppenstufen zu erklimmen, da der Lift zum Sockel außer Betrieb war. Wenn’s dicke kommt, dann halt richtig.

In der Krone angekommen zu sein, war wirklich den Aufstieg wert. Ein unglaubliches Gefühl dort oben zu sein. Der Blick aus den Fenstern ist zwar hauptsächlich gen Ozean gerichtet, aber man auch einiges von der Skyline sehen. Aber für mich war die Nähe zur Außenhülle der Freiheitsstatue interessanter. So nah an ihrer Fackel oder auch dem Arm mit Buch zu sein. Alles so genau in Augenschein zu nehmen, hatte schon was. Auch konnte man durch einige nach unten gekippte Fensterluken tolle Fotos schießen.

Blick von der Krone©Yvonne Heldic

Die Aufenthaltszeit dort oben ist eigentlich nicht limitiert. Man kann sich alles in Ruhe anschauen, bestaunen und fotografieren.
Nach etwa einer halben Stunde ging es dann wieder treppab. Dann genossen wir auf den Sockelbalkon die tollen Ausblicke in jede Richtung. Erst dann fing unser Foto-shooting an. Schade war‘s es dann doch, nur die kleine Kamera zu haben.

Zurück am Schließfach durfte ich feststellen, das es nicht kostenlos ist und zeitliche Beschränkungen hat. Also erst mal ein paar $  von Touristen geliehen, die auf ein freies Fach warteten. Gleich nach der Leerung habe ich zurückgezahlt und die hatten dann ein Fach. Wenn man es nicht so praktisch lösen kann, muss man zur Security, die dann aufsperren und dort zahlen. So geht es aber unkomplizierter.

Der Bummel um die Statue herum ist recht menschengedrängt. Die Insel mit Freiheitsstatue ist ein Nationalpark, deswegen setzten viel Leute einfach so über mit der Fähre. Das gilt ja als Stadtausflug und Spaziergang.
Deswegen hielten wir uns eine Etage höher auf. Dort waren wir so frech, einfach auf dem breiten Steinsims zu klettern, um coole Fotos der Freiheitsstatue zu machen ohne allzu viele fallende Linien.
Obligatorisch machten wir natürlich auch unten die Runde.

Am Sockel©Yvonne Heldic

Als Abschluss setzten wir dann über nach Ellis Island. Dort herrschte so ein grauenhaftes Gedränge von Menschen, die alle auf der Suche nach irgendwelchen Vorfahren waren. Also reihten wir uns gleich wieder in die Schlange zur Abfahrt ein.

Die Rückfahrt kann man sehr genießen. Der Blick auf die noch ganz nahe Freiheitsstatue, bei uns natürlich immer mit Blick zur Krone, konnte man recht lange genießen. Dann heißt es sich um zusetzten, um die immer näher kommende Skyline zu genießen. Da auch der Sonnenuntergang einsetzte, war es gerade zu unmöglich, nicht ständig auf den Auslöser zu drücken, um das Farbenspiel zu dokumentieren.

Alles in allem, war es ein sehr gelungener Tag. Die Freiheitsstatue ist eigentlich das Highlight. So schön das Rockefeller Center oder das Empire State Building auch sind, so beeindruckend ist dieser historische Ort mit Miss Liberty. Selbst mal zu sehen, was so viel Menschen nach einer strapaziösen Reise von langer Zeit als erstes sahen, ist schon bewegend.

Von New York zu den Niagara Wasserfällen und zurück

Ein weiterer lohnender Tagesauflug während unseres New York Aufenthaltes. Dieser war nicht spontan entschieden wie mit “Amtrak nach Washington”, sondern vorab in Deutschland gebucht. Schon beim Planen mit Internet-Informationen u.ä. wurde mir klar, das mein zweiter Niagara Wasserfall Besuch ganz anders sein würde als der erste Anfang der 90er Jahre. In gewisser Weise kommerzieller, aber auch organisierter vor Ort.
Flugtickets habe ich hier gebucht; Auswahl gab es viel, aber einen Flug mit den passenden Zeiten zu finden, um den einzigen Expressbus-Anschluss zu schaffen am Flughafen von Buffalo, war schon eine Leistung. Die typischen Touristentransfers waren fast so teuer wie das Flugticket und auch der zeitliche Rahmen dadurch verkürzt. Nach unzähligen Forschungsarbeiten nach öffentlicher Verbindung bin ich endlich auf diesen Expressbus gestoßen.

Niagara©Yvonne Heldic

Mit einem der ersten Flüge nach Buffalo ab La Guardia Airport in Queens war die Nacht recht kurz nach der Rückkehr aus Washington. Aber die Vorfreude nach dem Weckerläuten setzte recht schnell ein. Mit dem Taxi ging es durch die leeren Straßen Manhattans und Queens. Auch am La Guardia Airport war es recht ruhig, so dass der Flug pünktlich startete. Unabdingbar, da wir nach der Landung gerade mal 10 Minuten hatten, um den Bus zu erreichen.
So pünktlich wir auch aus dem Propellerflieger kamen, mussten wir trotzdem einen Wahnsinns-Sprint hinlegen quer durch den Flughafen. Die uns zugeworfenen Blicke waren interessant, aber das gefürchtete “Halt” von irgendeiner Sicherheitskraft blieb zum Glück aus. Völlig außer Atem kamen wir endlich an der Haltestelle an. Der Bus fuhr auf die Minute ab und das Geld für das sehr günstige Rundticket musste exakt abgezählt sein. Überzahlung natürlich gestattet. Die Ausschilderung war nicht gut, so dass der zuvor “studierte” online-Lageplan des Flughafens sehr nützlich war zur Orientierung.
Nach knapp 45 Minuten waren wir am Rainbow Blvd. Einige Schritte nach links und schon war man auf dem Parkgelände des ältesten Nationalparks Amerikas und konnte über verschiedene Wege zum Visitor Center gelangen oder auch gleich zu den Kassenhäuschen, um zur Observation Brigde/Tower zu gelangen. Gleich anstellen empfiehlt sich, da kurz danach die Reisebusladungen anmarschieren. Leider hat sich nicht bei allen Touristen rumgesprochen, dass korrektes Schlangestehen Gesetz ist in Amerika. So mach einer flog aus der Reihe nach ganz hinten, so mach einer aber auch aus dem Park, der die Strecke zum Abfalleimer als zu anstrengend betrachtete. Betrachten durften diese dann die Wasserfälle von der Uferstraße aus. Ist auch so in Ordnung.

Während des nächsten Anstehens für die Aufzugfahrt hinunter zu den “Maid of the Mist” Booten, zogen wir uns gleich richtig an. Die ausgegebenen Regencapes sind eine schöne Dekor, aber fast nutzlos. Also Regenhose über die Hose, Regenjacke an, Kragen schließen und den blauen Plastikkittel drüber. Perfekt gewappnet ist man allerdings erst mit einer wasserdichten Kamera; denn sobald man sich im letzten Drittel an den kanadischen Horseshoe Wasserfällen befindet, ist die Gischt überall. Somit war mein Spontaneinkauf einer wasserdichten Kamera eine gute Entscheidung 3 Tage vor der Abreise;-). Zum Glück ist bei Amazon die Expresszustellung recht günstig.
Das Boot war voll, aber trotzdem ergatterten wir einen Platz ganz vorne. Nass wird man irgendwie überall, also war der Relingplatz gut. Eine Hand hatte was zum Festhalten, die andere knipste drauflos. Die Fahrt dauerte so zwanzig Minuten, aber ließ einem ausreichend Zeit, um beide Wasserfälle zu bestaunen. So nah dran zu sein an der Kraft des Wassers ist schon beeindruckend. Der ohrenbetäubende Lärm ist nicht nur auf dem Boot unglaublich; auch an Land ist der Geräuschpegel recht hoch. Wieder angekommen ging es erst mal in eine ruhige Ecke, um sich um zuziehen. Dann auf das obere Deck der Observation Brücke (rund 98 Meter), um die tolle Aussicht zu genießen und grinsend den neuen, trockenen Touristen beim Auslaufen der 150 Jahre alten Booten zu zusehen. Dadurch, dass die Observation Bridge so weit in den Fluss hineinreicht, kann man wunderbar alles in jeder Richtung überblicken.

Amish©Yvonne Heldic

Weiter ging es den Fluss Niagara entlang zu einer Fußgängerbrücke, die auf Goat Island führt, um zum Eingang der “Cave of the Winds” als Startpunkt zu den Hurrican Decks zu gelangen. Interessant wurde das Publikum, als wir die ersten Amish entdeckten, die nicht nur in dieser weltlichen Umgebung deplaziert wirkten in ihrer althergebrachten Bekleidung, sondern noch mehr auffielen, weil sie sich anscheinend sehr für Fotografie interessierten. Die neuesten digitalen Kameras waren da zu entdecken. Wobei solch ein unglaubliches, spektakuläres Erlebnis wie diese Wasserfälle natürlich auf Bild gebannt sein muss.
Nach dem Erhalt eines jetzt gelben Regencapes und Sandalen ging es wieder ans Umziehen. Leider gibt es keine verschließbaren Einrichtungen, so dass man seine Schuhe in den Rucksack packen muss, wenn man sie nicht einfach so da stehen lassen möchte. Den Rucksack dann unter das enge Cape kriegen, geht nicht ohne Hilfe. Wieder im üblichen Regenoutfit mit nackten Füßen in Sandalen ging es dann runter an das Ufer.

Aufstieg zum Hurricane Deck©Yvonne Heldic

Von dort gibt es dann versetzt aufsteigende Holztreppen mit Halteterrassen in unterschiedlicher Höhe. Unser Ziel war natürlich das Hurrican Deck, das seinen Namen zu Recht trägt. Viele geben schon vorher auf, aber eigentlich ist man nach der ersten Terrasse schon nass, so dass man sich dieses einmalige Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Nach dem zweiten Deck wurde es dann schon heftig. Meine Freundin musste sich von den Kontaktlinsen kontrolliert trennen, denn man hat wirklich Wasser in den Augen. Meine Brille musste ich auch verstauen, denn blind läuft es sich da nicht sicher in dieser Wasserwand. Und wenn das Wasser mit Wucht runterkommt und die Augäpfel trifft, ist das wirklich unangenehm. Aber umkehren kam nicht in Frage!

Und endlich waren wir oben angekommen!! Absolut fantastisch, diese Energie von Wasser zu erleben, mittendrin zu stehen. Das laute Tosen und der Wasserdampf sind grandios. Wie konnte es nur so (todes-)mutige Menschen geben, die in allen möglichen Gefährten diese Wasserfälle bezwingen wollten??!! Schon so nahe da nur zu stehen ist aufregend genug. Lange kann man das Schauspiel nicht genießen, da immer wieder Ausreißer in den Wassermassen waren, die das Deck mit voller Wucht trafen. Zurück im Park mit Blick von oben auf das Treppenbollwerk, zogen wir uns um…und durften feststellen, dass die Hosenbeine doch nass geworden sind und auch die Ärmel nicht verschont waren. Zum Glück kam die Sonne raus, so dass unsere Sachen bald trocken waren. Bei den tropfnassen anderen Touristen durfte man Mitleid haben, denn es gibt noch einige Anlaufpunkte an den Niagara Wasserfällen, die man gesehen haben muss und so nass kann das nicht Spaß machen. Auch hier war die wasserdichte Kamera unverzichtbar!

Hurricane Deck©Yvonne Heldic

Nach einem kurzen Aufwärmstopp gingen wir dann zum Grenzübergang nach Kanada über die lange Rainbow Bridge. Nicht umsonst so benannt, da man von dort aus sehr oft einen Regenbogen sehen kann. Am kanadischen Grenzposten baten wir um einen Stempel im Pass; automatisch bekommt man diesen anscheinend nicht mehr.
Die kanadische Seite ist von Amerika aus nicht sehenswert, da sie zugebaut ist mit Kasinos und Hotels. Nichts passt zusammen, aber was soll’s; jetzt lag das in unserem Rücken und wir konnten direkt am Hochufer entlang laufen bis zu den Horseshoefällen. Ein wunderbarer Spaziergang, den man aber zügig gehen sollte, denn den 17 Uhr-Bus muss man definitiv erwischen für den letzten Flug nach New York. Das Duty free ist gut sortiert, aber wirklich günstig ist nur Alkohol. Wie die Einfuhrbestimmungen gleich ein paar Meter weiter bei den Amerikanern sind, weiß ich nicht. So ohne Einkäufe waren wir auch gleich durch diesen Grenzpunkt . Jede Seite will allerdings ein paar coins Brückengebühr haben.

Die Aussicht auf die Seite der USA ist ein Traum. Nur in der Ferne sind ein paar höhere Gebäude zu sehen, aber nichts trübt wirklich den Blick auf die Wasserfälle. Da ja auch gerade der Indian Summer Einzug hielt, war das Fotografieren ein Tolles. Ganz kurz konnte man einen der berühmten Regenbogen sehen, aber es war sehr schnell vorbei, so dass ich nicht mal einen Schnappschuss machen konnte.

Niagara Wasserfälle©Yvonne Heldic

Der kleine Flughafen Buffalo verabschiedete uns pünktlich, sodass wir wie geplant gegen zehn Uhr abends wieder in La Guardia eintrafen. Mit dem Taxi ging es dann zurück Richtung Times Square. Die Taxifahrt war die Beste der vielen, die wir machen. Wie aus einem Film hatten wir einen indischen Taxifahrer, der auch den so typischen Akzent hatte beim Englisch reden. Er redete wie ein Wasserfall, blickte ständig zu uns nach hinten und raste mit über 100 km/h durch Queens, Astoria und einige Straßenzüge, die ich gemieden hätte. Der brachte uns in Rekordzeit zum Hotel und um einiges günstiger, da er die Tunnels mied. Ob der sich in Manhattan auch so auskennt, bezweifle ich, aber die Gebiete drumherum sind wohl sein Zuhause.
Alles in allem ein gelungener Tag. Man muss wirklich zu keinem Zeitpunkt überteuerte Arrangements buchen, die auch weniger Aufenthalt bieten, um die Niagara Wasserfälle zu sehen. Auch mit dem günstigen Greyhound verliert man einige Stunden. Fliegen und Bus sind die beste Kombination.

Die New York Tagesberichte werde ich im April einstellen. Bis dann….

Dublin, Guinness und Umgebung

wobei Guinness der Lebensretter war!
Die kulinarischen Highlights lassen sich nur schwer finden; am ehesten noch in Kaufhaus-Restaurants oder dem Kneipenviertel. Da hat es sich eher um Hungerstillen gehandelt, aber trotz allem war der Fünf-TageAufenthalt in Dublin toll.
Überall lassen sich B & B oder kleine Pensionen finden, in denen man gut nächtigen kann. Ich fand mein Zuhause inkl. Bar gleich nach dem Parnell Monument. So gemütlich das Hotel auch war und die Zimmer erstaunlich geräumig, desto unangenehmer war aus eigener Erfahrung zu wissen, dass eine Menge Generalschlüssel als Gästeschlüssel unterwegs waren, sodass man die eigene Türe blockieren musste, um spät nachts vor nicht von Fremden in eigenem Zimmer belagert zu werden.
So zurückhaltend die Iren bei Tag sind, abends in gemütlicher Runde im Pub sind sie schrecklich aufdringlich gewesen, sodass man als Frau nur in einer Meute unterwegs sein sollte. Aber je später der Abend, desto besser die Laune, die Musik lauter und so ließ es sich dann mit der irischen Ausgehkultur doch arrangieren.

Dublin bei Nacht©flickr/Ian Wilson

Dublin selbst ist super zu Fuß zu bewältigen und die Straßenbahn- und Busverbindungen sind auch gut und günstig.
Schön breit fließt der Liffey durch Dublin und wird gleich von zwei Brücken mit demselben Namen überspannt, der O’Connell Brigde; also heißt es, sich genau zu verabreden. Auf dem Fluss selbst war nicht so viel los, denn bei Flut passt kein Boot unter die Brücken und bei Ebbe ist das Wasser zu niedrig für Boote. Dafür boomt das Leben am Ufer des Flusses, der Dublin in das reichere Süden und den ärmeren Norden teilt. Das ist gerade jetzt so ein bisschen am verwischen, aber der Unterschied ist immer noch zu erkennen.

Da das Wetter damals im April schon sehr warm und sonnig war, war die Entscheidung, einen Tag im Phoenix Park und Zoo zu verbringen, genau richtig. Die Gelände sind schön weitläufig und der Zoo wirklich sehenswert. In Dublin ist steht das Nachttierhaus kein bisschen dem des Londoner Zoos nach, ist aber definitiv weniger überfüllt mit Besuchern.

Ein besonderes Highlight war das Orang-Utan-Baby, das mit Zoomitarbeitern unterwegs war und von Auge in Auge anzugucken war. Ich durfte auch mal kurz streicheln, da gerade nicht viel los war.
Für den Rückweg ging ich Richtung Guinness Brauerei, die ich aber an diesem Tag nicht mehr besichtigte, dafür aber den Chimney Viewing Tower. Der alte Schornstein einer Brennerei hat noch zwei Etagen aus Glas und Stahl aufgesetzt bekommen und nun hat man einen tollen 360° Blick über Dublin. An diesem ausklingenden Tag besonders toll, da es klar war und schon Sonnenuntergangszeit. Die Fenster sind auch gut geputzt, sodass das Fotografieren Spaß machte.

Sonnenaufgang©flickr/Cullion

Dublin ist auch als Shopping-Stadt durchaus einen Besuch wert, das durfte ich feststellen, als ich ein zweites Gepäckstück kaufen musste ;-)
Auch verborgene Schätze gibt es im Zentrum zu entdecken wie die vielen Gemälde in General Post Office. Fast wie im Museum und dazu noch die Schaltereinrichtung wie in alten Zeiten. Und kaum verlässt man das Gebäude, erlebt man eine Zeitreise, die mit dem fragenden Blick zum Spire of Dublin aufsieht. Und noch immer bin ich mir nicht schlüssig, ob ich das120 Meter hohe Ungetüm mag oder gar nicht. An der Basis 3 Meter Durchmesser, verdünnt sich die Spitze auf 15 cm. Auch die bunte Beleuchtung in der Nacht ist gewöhnungsbedürftig. Gut als Orientierungspunkt jedoch, wenn man von wer weiß wo abends zurück ins Hotel will.
Das mittelalterliche Dublin Castle ist auch sehenswert und wirklich weitläufig, da es seit der Errichtung ständig erweitert wurde. Gefallen hat mir besonders deren Justitia, die den Menschen zur Stadt hin den Rücken kehrt. Das sagt schon einiges aus über die Historie der Iren.

Zwei Tagesausflüge habe ich auch unternommen, einen davon organisiert und der Klassiker schlechthin nach Glendalough; hat mir aber sehr gut gefallen, da die Gruppe relativ klein war, bunt gemischt und man tatsächlich viel Zeit hatte, alles zu erkunden.
Das andere war meine Tour auf eigene Faust mit der DART nach Howth, nordöstlich den Küstenstreifen entlang der Irischen See bis zum Endpunkt an dieser Halbinsel.
Die “Touri-Tour” ging nach Wicklow und Glendalough. Erstmal wurde eine kleine Dublintour gestartet, dann weiter der Südküste entlang, ein kurzer Aufenthalt am Haus von Dalkey, Bono, Enya und van Morrison gemacht. Der Frühstücksstopp war gut: frische Scones und anderes Gebackenes.
Kurz vor Mittag waren wir endlich in Glendalough. Von unserem waschechten, rothaarigen Iren wurden wir dann gleich aufgeklärt, dass das “Tal der zwei Seen” heißt und beim Durchwandern dieses Areals durften wir uns Zeit lassen. Die Klostersiedlung ist beeindruckend, vorallem der alles überragende Rundturm aus dem 11.Jhd., auch bekannt als Kevin’s Kitchen, da der Turm an einen Kamin erinnert. Die geführte Tour übers Gelände war wirklich spannend. Auch die vielen Grabsteine sind fesseln. Eine Kunst für sich, die sich oft vor meine Fotolinse schob. Kurz vor der Abfahrt gab es für jeden irischen Whisky, auch für den Busfahrer…
Die Rückfahrt führte uns durch die Wicklow Mountains mit seiner spektakulären Landschaft. Die Fotostopps waren großzügig bemessen. Die Fahrt über die Military Road von 1798 lässt auch jetzt noch keinen Iren kalt. Einst versteckten sich dort viele irische Rebellen und heute ist unter dem Asphalt dieser Straße ein Friedhof der gefallenen Feinde.

St Anne's Park©flickr/informatique

Den Ausflug nach Howth unternahm ich mit der Bahn. Dort angekommen ging es erstmal vom Bahnhof aus zum Hafen mit Leuchtturm und toller Aussicht auf Ireland’s Eye Insel. Der Kai ist auch lang, sodass sich ein Spaziergang lohnt. Die Wellen brechen dort recht stark; ein super Schauspiel. Dann gings weiter Richtung Zentrum. Dort steht noch das Gerippe einer uralten Kathedrale. Leider kann man nicht rein, aber wenigstens an einigen Stellen hinein blicken.
Gleich gegenüber auf einer Anhöhe gibt es ein weiteres altes Gemäuer mit großer Wiese. Von dort hat man einen guten Blick auf die alte Kathedrale, wie sie da so in mitten dieses kleinen Ortes steht und dominiert. Der Blick in die andere Richtung gilt wieder Ireland’s Eye und dem Hafen.
Mit dem Bus bin ich dann weiter bergan gefahren bis zu einer Endhaltestelle. Vor dort ging es Richtung Meer. Immer in Serpentinen dem Cliffwalk am Meer entlang. Nur ein paar Einheimische kamen mir entgegen. Die Ruhe nach dem Trubel der letzten Tage tat gut. Steil unter mir die doch recht wilde irische See. Den Endpunkt markierte ein moderner Leuchtturm. Von dort nahm ich die asphaltierte Straße bergan – eine gute Entscheidung, denn an deren Ende gab es ein nettes Pub mit einigen guten Gerichten. So kam ich an meinem vorletzten Tag zu einem richtigen Essen. Ich bin tatsächlich ohne flüssiges Brot (Guinness) satt geworden :O). Mit dem Bus gings zurück zum Bahnhof und wieder mit der Bahn nach Dublin.

Das Guinness Storehouse wird zwar von jedem Tourist besucht, aber wenn man es nicht tut, hat man auch nichts verpasst! Für den saftigen Eintritt gibt es zwar ein Pint dazu, aber das wirklich Tolle an dieser Attraktion ist eigentlich die Skybar am Ende der Tour.

Die Heimreise gestaltete sich abenteuerlich. Einerseits das frühe Aufstehen und Auschecken um 4 Uhr und die Fahrt zum Flughafen. Dort angekommen konnte ich den Menschenauflauf nicht begreifen. Während ich da so einige Minuten in die Richtung meines Schalters ging, irritierten mich die ordentlichen Reihen der Leute, die alle, aber auch alle, ihre Koffer dabei hatten. Und dann kam die gute Nachricht: kein Gepäckband funktioniert, Computerausfälle etc.
Irgendwie habe ich dann eine Automatenbordkarte organisiert und mit viel rumfragen und kämpfen und Leute finden, die auch auf meinen Flug gebucht sind, “nötigten” wir dann einen Bodenangestellten, sich um uns zu kümmern. Der nahm dann alle Koffer ohne Wiegen – so ein Glück aber auch bei meinem Übergepäck!!! – in Empfang und gab uns frei zur Security. Nach dem recht gründlichen Check hieß es dann zum Gate zu flitzen. Und Gott sei Dank bin ich nicht sparsam mit einem Billigflieger nach Irland, sondern mit Air Lingus. Da bekam jeder soviel richtig starken Schwarztee wie man brauchte zur Entspannung!

Was für ein Tag auf Sylt! Mit Antarktis-Flair!!

Anfang Februar führte mich meine Reise nach Nordfriesland. Dort gab es nicht nur viel Schnee, sondern Massen davon, sodass das wirklich ein Wintermärchenurlaub wurde. Selbst aus bergigerer Umgebung kommend, war das flache Land so winterlich ausgestattet, wirklich eindrucksvoll. So ganz anders als ich es bisher kannte aus Frühling und Sommer.

Schafe bekam ich nicht zusehen, dafür hat dieser ungewöhnlich harte Winter andere Tier aus dem sonst versteckten Dasein hervorgebracht. Kaninchen trauten sich an Haus und Garten ganz nah heran (Rindeknabbern schien vorzüglich zu munden), Dutzende Singvögel waren zu beobachten und auch Rehe im Vorgarten gehen dieses Jahr als ganz normal durch. Auf den Feldern nahe der Straßen gab es Unmengen an ruhenden Schwänen, Gänsen und Enten zu sehen. Auch ein paar tapfere Ponys gab es hier und da.

Antarktis©Yvonne Heldic

Morsum Kliff©Yvonne Heldic

Am nächsten Tag ging es auf nach Sylt und bereits die Hinfahrt über das Eidersperrwerk ließ erahnen, dass sich Sylt von einer ganz anderen Seite zeigen würde. Auf der Eider schwammen bereits die dicken Eisschollen und als wir dann mit dem Autozug über den Hindenburgdamm fuhren, war nur “Packeis” zu sehen, soweit das Auge reichte. Ein selten schöner Anblick des Wattenmeeres.
In weiser Vorraussicht war auch eine Kuscheldecke mit dabei, denn so eine halbstündige Überfahrt dauert eigentlich schon fast eine Stunde mit Warten, Auffahren und wieder Abfahren in Westerland.
Von dort ging es gleich Richtung Morsum zum Morsum-Kliff. Ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das von einer Spaziergangsroute bis zu längeren Wanderungen oberhalb und unterhalb des Kliffs einlädt. Bei eisigem Wind und Minustemperaturen entschieden wir uns für den Spaziergang oberhalb und auf den Holzstegweg. Da ja alles weiß war, waren nicht nur die Kaninchenköttel überall sichtbar, sondern auch einige Baueingänge. Der rote und gelbe Sand des Kliffs hinterließ verräterische Spuren. Ansonsten gab es dort nicht viel Tierisches zu sehen und abgesehen von uns zwei nicht mal eine Handvoll anderer Menschen, die das Wetter einfach nahmen, wie es war. Aber so konnte ich wenigstens menschenleere Landschaft fotografieren.
Der Grund für die drei verschiedenen Sande des Kliffs ist, dass sich Sedimente, die normalerweise in 100 m Tiefe zu finden sind, sich durch Druck und Schub von Eisgletschern an die Oberfläche drängten und sich schräg stellten. Diese Sande sind zwei bis sieben Millionen Jahre alt!
Auch für Bernsteinsuche ist das Kliff – relativ gesehen – eine Fundgrube.

Mondlanschaft©Yvonne Heldic

Danach ging es von diesem östlichsten Punkt Sylts auf zum nördlichsten, dem Ellenbogen. Dieser steht nicht nur unter Naturschutz, sondern ist auch Privatgelände. Die beiden Leuchttürme dort, das Ost – und Westfeuer sind von 1857.
Wir sind nicht auf direktem Wege dorthin, sondern durch die “Mondlandschaft” (Listland) gefahren. Rechts und links von uns nur mit Schnee bedeckte Dünen und über uns der pastellfarbene Horizont. Dieses Lichtspiel am Himmel entschädigt für den Sonnenschein, der lieber auf dem Festland blieb. Wie so oft, ist das Wetter auf Sylt so ganz anders als am Startplatz des Autozuges in Niebüll.
Mitten in diesem Niemandsland (aber nur weil’s so arg kalt war: keine Schafe, keine anderen Autos, kaum Menschen am Strand) gibt es einen Gourmettempel, die Strandhalle. Sehr gut gespeist und der Chai pur ist der Leckerste, den ich je hatte!
Diese ca. 5 km Piste schienen nie zu enden, da wir ja praktisch auf einer 15 cm Eisschicht dahinschlitterten. So ganz kontrolliert war der Fahrstil nicht, aber die Lust, diese Eis- und Schneelandschaft so für sich zu haben, ließ dieses Risiko ok erscheinen. Nach dem Verlassen dieser kostenfreien Straße geht dann irgendwann links in die kostenpflichtige ab zum Ellenbogen. Dort war ein klein bisschen mehr los – Schafe und Menschen. Am Endpunkt angekommen haben wir uns für die vollständige Umrundung entschieden. Bis auf das Gesicht waren wir ja gut warm & winddicht eingepackt und dieses seltene Naturschauspiel eines solchen Winters gab es zuletzt vor fast 20 Jahren. Eisschollen trieben nicht nur auf der See, sondern lagen auch ca. 1,5 m hoch auf dem Sandstrand, na ja eigentlich eher Schneestrand. Festgefrorene Eiszapfen waren tolle Fotomotive ebenso wie Fotos vom Erklimmen dieser Eisklötze.
Anfangs ist die Nordsee dort noch recht ruhig, so dass die Eisschollen z.B. ein beliebter Ruheplatz für verschiedene Vögel war.
Dann an der Spitze ist die Nordsee sehr wild mit Strömungen. Der Blick nach Römö war recht gut und da gerade eine der Syltfähren dort startete, warteten wir ab bis sie an uns vorbei fuhr. Dann ging es weiter auf die Nordseite, das Meer wurde wieder etwas ruhiger und der Wind zum Glück auch! Der Leuchtturm ist ein toller Anblick an einem solch wettergewaltigen Tag. Da kriegt man schon ein Gespür für die Notwendigkeit eines solchen Bauwerkes.
Dann ging es wieder zurück zum Parkplatz über eine leichte Anhöhe, von der man den anderen Leuchtturm bestaunen konnte. In dieser Senke davor, schön windstill, gab es auch endlich mal Schafe zu sehen. Karnickel sprangen auch überall umher und erfreuten sich am Futter und Heu der Schafe.

Hase und Schafe©Yvonne Heldic

Nach Kampen fuhren wir auf eisfreier Straße durch List. Unser Ziel war die Kupferkanne. Ein supertolles, ungewöhnliches Café. Einstmals war auf diesem großen, mit Bäumen gesäumten Gelände ein Bunker. Inzwischen über Generationen zum Café ausgebaut mit vielen Nischen, Treppen in tiefere Etagen und langen Gängen. Das Ganze ist irgendwie schon ein Irrgarten; auf jeden Fall muss man mit voller Konzentration die stille Örtlichkeit aufsuchen, um den Rückweg zu finden. Alles ist zwar sehr individuell eingerichtet, aber trotzdem geht man unbeabsichtigte Umwege. Dort wird auch noch selbst Kuchen gebacken, dementsprechend gut schmeckt es und die Stücke sind nur mit aller Macht zu bezwingen. Kaffee und Schokolade gibt es in großen Tassen. Also konnten wir uns so richtig aufwärmen für unsere Autozugrückfahrt. Der dazugehörige Garten ist auch zahlreich bestückt mit Bänken und Tischen. Die Aussicht auf das Wattenmeer ist auch super, da recht hoch gelegen.

Für mehr war dann leider nicht mehr Zeit! Westerland, Kaitum mit tollem Museum und der Süden müssen leider warten bis zum nächsten Besuch im Frühsommer. Auch waren wir schon zu spät dran, um nochmals an der Sylter Schokoladenmanufaktur vorbei zukommen. Hätte man das doch gleich getan auf dem Weg nach Morsum!!! Diese handgefertigten Köstlichkeiten sollte man sich eigentlich nicht entgehen lassen.

Die Rückfahrt in der Abenddämmerung verhieß gleich ein Nickerchen unter der Decke mit zurückgelegten Sitzen. Wir mussten ja noch eine ganz schöne Strecke bis nach Heide zurücklegen. Dieser Tag auf Sylt war so ganz anders, das genau über diesen geschrieben werden musste. Ein solcher Winter muss genutzt werden, um Altbekanntes mal anders zu erleben. Die Tagesausflüge nach Büsum, St. Peter Ording, Heide und Kiel waren auch speziell.

Tagesausflug nach Washington mit Amtrak

Nicht das uns in New York langweilig war, aber die Gelegenheit, die Hauptstadt der USA zu sehen, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Da wir keine Hotelnacht doppelt zahlen wollten, kam eigentlich nur ein Tagestrip in Frage. Fliegen war eigentlich gleich keine Option, da der Zeitverlust mit Hinkommen, Sicherheitschecks u.ä. zu hoch war. Greyhound war nach genauerem Erfragen auch nicht das Wahre, obwohl wir gleich am Port Authority gewohnt haben. Die Fahrzeit ist recht lang, da es nicht nur Zwischenstopps gibt, sondern auch auf Umsteiger gewartet werden muss. Der Preis mit fast 100 $ für die Strecken, ohne dass man sicher sein kann, auch in dem gewählten Bus zu sitzen, ließen diese Idee auch gleich fallen. Automieten war kein Thema, denn das hätte man von Deutschland aus wesentlich günstiger machen können und außerdem war ja schon der Hudson River Valley – Trip per Auto geplant. Also ging es spät abends mal schnell zur Penn Station. Riesig ist dieser Bahnhof, sodass wir uns erst mal orientieren mussten, wo die überregionalen Züge abfahren. Dann hieß es erst mal Schlange stehen….als wir dann endlich die Informationen hatten (umgerechnet ca. 160 €) und die Tickets kaufen wollten, hieß es, nur mit Pass und wenn nicht bar gezahlt wird, muss der Kreditkartenzahler, der für die andere Person zahlt, noch ein extra Formblatt ausfüllen. Oh, wie nervig…also verschoben wir den Kauf auf den nächsten Tag. Dieser Sicherheitswahnsinn kann einen Touristen ganz schön in den Wahnsinn treiben!!

Unser Zug verließ gegen 6 Uhr die Penn Station Richtung Westen der USA; eine Stationen auf dem Weg nach DC war Philadelphia (hat auch eine ganz tolle Skyline!), dass einen sehr einladenden Eindruck hinterlassen hatte. Ganz bestimmt werde ich diese Stadt und Boston besuchen, wenn wir das nächste Mal New York unsicher machen.
Als wir in Washington.DC ankamen, genossen wir erst mal das Flair dieses wunderschönen Bahnhofes. Sobald man den Gleisbereich hinter sich lässt, fühlt man sich in alte Zeiten versetzt. Überall blankpoliertes Holz, kleine Läden, Deckenbögen und Säulen. Dort frühstückten wir auch auf. Nach einem kurzen Blick in den Stadtplan wussten wir, das Amtrak die beste Entscheidung war. Den Bahnhof durch den Vordereingang verlassen und immer geradeaus und schon steht man vor dem Kapitol. Einfacher ging’s wirklich nicht und wir konnten so auch unseren Zeitaufwand für den Rückweg ermitteln.

Natürlich wollten wir eine Kapitolführung, also auf ging es zum Schlange stehen: Sicherheitscheck mit Taschenkontrolle, dann mit Röntgen der Taschen ;-) und dann endlich rein ins Gebäude. Es ist sehr weitläufig, so dass die Touristenmassen einen nicht gleich erschlagen. Überall steht Info-Personal, dass einen eigentlich gleich mal abfängt; aber davon bitte nicht erschrecken lassen, denn wenn man die amerikanische Freundlichkeit richtig erwidern kann, kann man schon mal seine Wunschzeit bekommen für eine Tour. Wir wählten eine der letzten Touren, so das wir Washington-sightseeing vom anderen Ende starten konnten.

The White House©flickr/Scott Ableman

Mit dem Taxi ging es am schnellsten und auch recht günstig nach Georgetown. Ganz lieblich, anders kann man es nicht nennen; man fühlt sich sofort wohl und der Spaziergang am Potomac war toll. Für amerikanische Verhältnisse kleine Malls bestimmen das Einkaufen dort; sehr angenehm und jeder wird fündig. Ein kleines Mittagessen war noch drin, bevor wir aufbrachen zum Weißen Haus.
Tja, da steht es so nah und doch so fern, wenn man am Außenzaun steht. Auch jederzeit vertrieben zu werden, weil jemand aus der Tiefgarage rein oder raus muss, war nicht so berauschend. Aber als dann endlich Ruhe einkehrte (so für 5 Minuten) konnte man nicht nur das Weiße Haus auf sich wirken lassen, sich davor fotografieren lassen, sondern auch die wunderbare Symmetrie dieses Areals bewundern. Washington DC ist wirklich auf dem Reißbrett entstanden und genau umgesetzt worden.

Washington, DC©flickr/humbertomoreno

Dann ging es weiter zum Obelisk; leider gab es keine Resttagestickets. Das war wirklich ein Depressionsauslöser; das war der Moment in dem feststand, dass ich nie wieder ohne Internetphone oder Netbook in den Urlaub fahre. Hätten ja bloß ein paar Tage zuvor uns anmelden müssen, um eines zu ergattern. Dieser Kommentar war zwar mitfühlend gemeint, aber traf dennoch mitten ins Herz und hilft Spontanentscheidern auch nicht wirklich.
Da standen wir also an diesem sehr, sehr hohen Obelisk, der die perfekte Sicht auf diese Stadt bieten würde. Ganze 169,3 Meter hoch mit einer Basis von knapp 17 Metern ist es eines der imposantesten Obeliske der Welt. Es bildet die Achse mit dem Weißen Haus und dem Jefferson Memorial und liegt auf der Geraden zwischen dem Lincoln Memorial und dem Captiol State Building.
Dann spazierten wir zum Lincoln Reflecting Pool. Davor stoppten wir noch am World War II Memorial. Viele Fontänen und weißer Stein mit den jeweiligen Staaten und Kontinenten verzierten den ovalen Außenbereich, eine Art Torbogen symbolisierten den Pazifik und den Atlantik und auch eine riesige Wand mit den “Stars”, einer Unmenge davon, zum Frieden mahnend.

Jetzt dränge aber die Zeit für die Kapitolführung; da der Andrang bei der Sicherheit nicht abzuschätzen ist, schnappten wir uns das nächste Taxi und fuhren zum passenden Eingang. Das Warten dauerte viel länger als morgens, obwohl es nicht weniger Leute waren, aber leider mehr Teenies. Kein Benehmen, vordrängeln, was den Aufpassern nicht entging und zu Debatten führte. Dann die Diskussionen mit den Flüssigkeiten da zulassen. Oft entschied sich einer aus deren Gruppe halt zu bleiben und aufzupassen. Das wiederum gefiel den Aufpassern auch nicht: “nur eigenes ist ungefährlich aufzubewahren”. Da kann man schon verzweifeln, wenn die eigene Tour nur noch 12 Minuten entfernt ist. Generell kann man sagen, das mit keiner Sicherheitskraft in DC gut Kirschen essen ist; allesamt unfreundlich und frustriert. Das war in NY ganz anders. Immer ein Lächeln und freundlich und hilfsbereit.
Endlich drin und in der richtigen Reihe; oft fühlten wir uns im falschen Zeitalter, denn die Amish sind anscheinend sehr kulturell interessiert. Da standen wir nun zwischen Spitzenhäubchen, Sackkleidern und Wanderstiefeln. Das war schon was, so aus der Nähe mal genau hinschauen und hinhören zu dürfen.
Das Kapitol ist fantastisch! Die vielen Details an Wänden und Decken kann man gar nicht alle sehen und bestaunen, wenn man gleichzeitig dem interessanten Vortrag folgen möchte. Eine rundum gelungene Führung und der abschließende Besuch im Senat und Representative House war eine Überraschung, da tatsächlich getagt wurde und gerade eine hitzige Diskussion im Gange war bzgl. der Gesundheitsreform.
Wir trödelten extra kurz vor dem Schließen, damit wir das Kapitol menschenleer fotografieren konnten. Wir waren nämlich wirklich scharf drauf, jeweils ein Foto von uns zu haben vor den Senats- bzw. Representativtüren. Es hat geklappt:-)

Wir hatten genügend Zeit, um zu unserem Abendzug zu gelangen, also kehrten wir in ein Cafe im Bahnhofsgebäude ein. Es ist wirklich einen zweiten Blick wert. Nach dem Warten in der Lounge, den Ticketprüfen und dem Drängeln um Zug (Platzreservierungen gibt’s leider nicht/Drängeln können wir Deutsche aber recht gut), saßen wir endlich auf guten Plätzen und ließen den Tag Revue passieren.
Zugfahren mit Amtrak ist sehr gemütlich; viel Beinfreiheit und große Sitze. Kurz vor Mitternacht waren wir zurück in unserm Hotel. Dann hieß es, gleich ins Bett, pünktlich aus den Federn und alles zusammenpacken für einen Flug nach Buffalo, um die Niagara Wasserfälle einen Tag lang zu genießen! (Diesen Bericht stelle ich gegen Ende März ein)

Mit dem Unimog auf den Krater des Ätnas

Diesen unglaublich aufregenden Ausflug starteten wir in Valletta/Malta. Wir setzten mit dem Hochgeschwindigkeitskatamaran über nach Pozzallo. Das war unsere erste Fahrt in einem solchen Gefährt. Wir nahmen ja gleich Platz um eine gute Sicht auf die Monitore zu haben, da ein guter Film laufen sollte. Die Überraschung kam dann gleich nach dem Abspann. Nur mal schnell so zur Toilette erwies sich als interessantes Unterfangen: während man im Sitzen keinerlei Bewegung fühlte, war das Gehen auf diesem Katamaran eine Kunst für sich. Man torkelte zur Toilette und wieder zurück und blieb dann brav sitzen bis zur Ankunft in Sizilien. Die Abfertigung dort, um zur Weiterfahrmöglichkeit zu gelangen, dauert etwas. Obwohl aus einem EU-Staat kommend und auf einem EU-Staat angekommen, sind die Kontrollen der Reisepapiere sehr gründlich und langwierig.

Aber dann war es soweit. Von dort aus ging es erst mal nach Catania. Der Stadtrundgang lohnt auf jeden Fall; wir haben zwar nur einige Monumente gesehen und die ausgegrabene alte Stadt besichtigt, den Markt besucht (dort auch gleich mit Foccacia eingedeckt) und einige Markengeschäfte besucht, aber empfanden diesen zweistündigen Aufenthalt sehr lohnenswert. Die Fahrt zum Ätna war sehr abwechslungsreich. Bilderbuchmäßig passierten wir malerische Dörfer und wechselnde Landschaften; viele dieser Abschnitte zeugten auch von Ausbrüchen des Ätnas vor nicht allzu langer Zeit. Wenn man es nicht selbst gesehen hat, kann man die Wucht der Folgen eines solchen Ausbruches gar nicht realisieren. Rechts und links der neu- bzw. wiederaufgebauten Straßen liegen halb verschüttet Häuser, aber andererseits sieht man auch den Reichtum, wenn die Landschaft sich wieder erholt. Alles frisch und voller Leben.

Bis zur Ankunft an der Talbahnstation bibberten wir, ob es möglich ist, noch höher als die auf 2500 m gelegene Station zu kommen. Das Wetter schlägt dort oben Kapriolen und ist ganz unabhängig vom Wetter im Tal; auch ändert es sich sehr schnell. Des Weiteren spielt auch die Aktivität des Vulkans eine Rolle. Da der Ätna erst einige Tage zuvor ausgebrochen war, war die ganze Situation unklar. Trotz allem mussten wie diese Reise unternehmen, denn die Belohnung eines solchen Erlebnisses steht in keiner Relation zum Aufwand.

Dort oben bekamen wir endlich positiven Bescheid: es klappt!!! Also haben wir uns die Tickets für die Unimogfahrt besorgt. Wir waren die einzigen in dieser neu gebildeten Gruppe, die so weise und vorausdenkend waren, lange Hosen zu tragen und auch eine Windjacke dabei zu haben und gutes Schuhwerk zu tragen ;-). Das Ausleihen dieser Kleidung ist fast so teuer wie das Ticket. Auch sind Trekkingsandalen nicht zu empfehlen! Der Boden ist stellenweise heiß und wenn man nur ein paar Zentimeter mit der Hand in den Schotter langt, lässt man ihn recht bald wieder fallen….
Die Fahrt mit dem Unimog war recht turbulent und die Luft dort oben ist sehr schwer zu atmen; der Schwefelgeruch an sich ist ja nicht schlimm, aber wenn man an irgendeiner Atemerkrankung leidet oder gerade erkältet war/ist, sollte man es sich überlegen. Unser Vulkanbergführer war recht gut des Englischen mächtig, so dass diese Führung wirklich interessant war.  Von dort oben hat man Aussicht auf  die imponierenden Zentral- und Südostkrater und auch die historischen und jungen Lavaströme kann man sehr nah bewundern. Eigenartig war allerdings der Aufenthalt in einem Bereich, von dem sich herausstellte, dass darunter ein erst vor kurzem verschüttetes Haus liegt.
Leider ging der Nachmittag am Rande des Kraters viel zu schnell vorbei. In der Talstation machten wir erst mal einen Spaziergang zu kleineren Kratern und ließen diesen Tag auf uns wirken. Die Rückfahrt nach Pozzallo verlief auf einer etwas anderen Route, so dass es auch auf dem Rückweg schönes zu sehen gab. Eine Brückenüberfahrt gewährte einen unglaublich weiten Blick ins Land. Das Einchecken auf den Katamaran dauerte leider genauso lange, aber die bequemen Sitze förderten das Schlafen zügig.

Alles in allem hat dieser eine Tag auf Sizilien Lust gemacht auf mehr; vor allem die vielfältigen Wander- und Radmöglichkeiten in der Umgebung des Ätnas haben es mir angetan, dort mal einen Aktivurlaub zu verbringen. Die Günstigtickets lassen einen das hoffentlich in naher Zukunft einfach mal machen. Auch soll das Skifahren dort einen besonderen Reiz haben.

Eine Woche Malta und Gozo auf eigene Faust

Da die Insel sehr überschaubar ist und überall Englisch gesprochen wird, war es klar, alles selbst zu organisieren.
Air Malta fliegt günstig an und auch leichtes Übergepäck bereits zum Hinflug wurde lächelnd eingecheckt. Weitere vier Kilo toppten das für den Rückflug und ging ebenso unproblematisch durch mit dem Kommentar: “Schön, dass Sie soviel liebenswertes auf unserer Insel fanden zum Mitnehmen”.

Malta © Yvonne Heldic

Malta im Oktober hat immer noch warmes Wetter und viel Sonnenschein zu bieten, aber viel weniger Touristen, so dass es möglich war im La Meridien Phoenicia, dem Top Hotel vor Ort zu einem Superpreis eine Eck-Suite zu ergattern. Fast immer kann man in 5 Sterne Hotels außerhalb der Saison oder Messe günstig wohnen; oft sind es zwar nur die bescheidensten Räume, aber die Luxusbadezimmer sind ja immer da und vor allem der Service und die Angebote des Hotels stehen ebenso zur Verfügung. Es lohnt sich also, direkt anzufragen.
Am Hotel entlang führt ein Teil der Festungsmauer aus dem 16. Jhd. und die rund ums Hotel angelegten Gärten sind auch ein Augenschmaus. Von unserer Suite aus hatten wir einen tollen Blick in die Altstadt von Valletta und auf den historischen Busbahnhof. Das bisschen Lärm, den man zu hören bekam, war nicht weiter schlimm, denn die Pracht den supergepflegten Oldtimerbusse war ein Augenschmaus. Jeder Bus hat sozusagen seinen eigenen Fahrer, der mit Stolz seinen Bus tiptop in Schuss hält. Gut drauf waren die Fahrer alle. Die einzelnen Fahrten sind so günstig, dass man nicht eigens ein Budget einplanen muss.

Malta © Yvonne Heldic

Am ersten Tag haben wir uns gleich entschieden auf die gegenüberliegende Seite von Valletta zu fahren und die 3 Städte abzugehen, wovon jede einzelne mit einer Landzunge in die Bucht reicht.

Vittoriosa bot die meiste Aufregung für uns. Wir nahmen uns ausgiebig Zeit, das Fort zu ergründen und von oben einen tollen Blick auf Valletta zu genießen und auch die anderen zwei Städte (Senglea und Cospicua) zu bestaunen. Als wir das Fort verlassen wollten, war die Eisengittertüre mit einer Kette verschlossen. Nichts und niemand war mehr im Fort zu finden und auch die Fischer zu Fuße der steilen Klippe waren verschwunden. Mit einem Male war das mehr Aufregung für den ersten Tag als geplant. Natürlich waren auch die Handys im Hotel und so ohne Lunchpack waren die Aussichten nicht so toll. Nach ca. einer dreiviertel Stunde kam der sog. Nachtwächter. Eigentlich sollte es ja ein fliegender Wechsel sein, aber so genau nimmt man es nicht, da das Fort nicht so gut besucht wird. Uns unverständlich, da es sehr schön gelegen ist und auch einen guten Einblick in die Geschichte der Verteidigung Maltas gibt. Auf jeden Fall bescherte uns dieses Erlebnis einen netten Plausch mit dem Fortwächter.

Malta © Yvonne Heldic

Statt zu laufen bzw. den Bus zu nehmen, entschieden wir uns für das Übersetzen nach Valletta (bei ruhigerem Wellengang sogar bis St. Juliens möglich!!!) mit einem traditionellen Fischerboot, dem Dghajsas. Diese Boote sind alle in einem vertrauenswürdigen Zustand und wie in alten Zeiten in Bunt gehalten.

Valletta selbst ist in jeder Gasse interessant. Für Kirchenliebhaber gibt es bestimmt viel zu sehen; das war aber nicht so unsere Richtung. Die vielen Cafes luden oft zum Verweilen ein: Kaffee gut und die Backwaren erst!!! Also Hände weg von all-incl. Angeboten; da würde man ja das Essen der Straße verpassen! Die zahlreichen Treppen erlauben ja des Öfteren eine Einkehr ;-)

Wenn man vom Busterminal her die Stadt betritt, gibt es in der ersten oder zweiten Seitenstraße links ein Fremdenverkehrsbüro nur für Gozo. Da gibt es viel Infomaterial und auch das Angebot für ca. 50 € einen Privat-Taxifahrer zu buchen, der einen überall hinbringt einen Tag lang auf Gozo. Sozusagen eine eigenen Chauffeur; nicht schlecht, da die Busse auf Gozo nicht ganz so oft fahren und man ja seine Fähre nicht verpassen möchte. Ein lohnendes Angebot für alle, die sich nicht trauen im Linksverkehr mit Mietauto unterwegs zu sein.
Unserer Erfahrung nach unbegründet, denn man findet sich leicht hinein; allerdings sollte man auf einen sehr flotten Fahrstil gefasst sein, denn je besser die Straßen, desto höher das Tempo. Gilt auch und vor allem für die Stadt.
Alle Mietautoanbieter zur Auswahl hat man am besten am Flughafen, den man mit dem Bus ganz schnell erreicht. Die Angebote sind günstiger als daheim zu buchen; vorallem solche Reste wie Fiat Panda gibt es für wenig Geld. Nachdem wir ja im Oktober keine Klimaanlage mehr brauchten (offenes Fenster reichte) und für zwei vollkommen genügte, war dies ein Mega-Schnäppchen.

Malta © Yvonne Heldic

Das Übersetzen mit der Fähre nach Gozo war auch unproblematisch.
Auf Gozo selbst war die Baustelle im Inselinneren der Umleitungsscherz schlechthin. Da es ja keine unnützen Straßen gibt, bedeutet Umleitung halt, einfach auf der Insel drumrum zufahren.
Sehenswert ist Gozo allemal, denn es ist eine grüne Insel, auf der auch Landwirtschaft betrieben wird. Also gleich mal die Gelegenheit nutzen, um frisches regionales Obst und Gemüse zu kosten. Denn auf Malta selbst ist fast alles importiert.
Die Ggantija Temples bei Xaghra in Inneren sind sehr sehenswert. Eine weitläufige Anlage auf der man die Möglichkeit hat, Fotos zu schießen ohne andere Menschen drauf zu haben. Die Echsen an den Gemäuerwänden hingegen sind gewünschte Motive.
Die Strände im Norden luden zum kleinen Badezwischenstopp ein und dann ging es auf zum bekannten Azur Window. Eine Felsformation, die ins Meer reicht mit Durchblick. Dort gibt es nur Steilklippen, aber so klares Wasser, dass die Taucher sich von Fischern dorthin bringen lassen. Wir hingegen genossen das Rumspazieren und stellenweise klettern auf den porösen Kalkboden. Auf dem Rückweg zur gegenüberliegenden Seite mit Fähranlegen machten wie einen Abstecher auf schmalen Straßen zur wenig bekannten Bucht Mgarr. Dort gibt es keinen Wellengang und man kann wundervoll dort schwimmen umgeben von hohen Kliffs. Das Übersetzen auf Malta während des Sonnenunterganges war ein gelungener Abschluss des eintägigen Ausfluges nach Gozo.
Wenn ich wieder mal dort Urlaub mache, werde ich zwei Tage für Gozo einplanen. Es lohnt sich!

Malta © Yvonne Heldic

Auf Malta gibt es einiges zu sehen und auch ein paar gute Stellen für Badetage wie Golden Bay, Mistra Bay und Mellieha Bay im Nordwesten der Insel. Im Südosten hingegen ist es felsiger, aber auch schön zum Baden. Da boten sich St. Thomas’ Bay und Marsaxlokk Bay an.
Ein gelungener Ausflugstag war mit den Zielen Blue Grotto, Mnajdra und Hagar Qim Temples verbunden, weiter nach Dingli Cliffs über Mdina und Rabat zurück über Sliema nach Valletta.
Ganz früh auf zur Blauen Grotte. Wir waren so pünktlich, dass es noch keine offiziellen Touren gab, aber wir überredeten einen Fischer uns alleine dorthin zu bringen. Diese Überredungskunst lohnte sich, da wir in aller Ruhe die verschiedenen Grotten bestaunen konnten. Das kleine Extraentgelt war es allemal wert, da ja Zeit das höchst Gut ist in unserem Urlaub.
Inzwischen waren die Tempelanlagen Mnajdra und Hagar Qim geöffnet. Wenn man dann den langen Weg Richtung Meer hinabgeht und die zwei Anlagen vor einem liegen, versteht man, warum schon 3000 v. Chr. hier gebaut wurde. Mächtig und erhaben muss die Landschaft gewirkt haben mit Meeresblick. Beide sind auf 3000 bis 2800 v. Chr. datiert und teils gut erhaltene neolithische Bauten. Weiter der Küste entlang ging es zum Dingli Kliff. Da es ja keine nennenswerten Erhebungen auf Malta gibt, ist dieser steile Abschnitt schon ungewöhnlich mit 250 Meter Tiefe. Wir gönnten uns dort ein kleines Picknick, um die Aussicht zu genießen. Dann fuhren wir weiter nach Rabat, der Stadt die mit Mdina zusammengewachsen ist; der Übergang ist aber gut zu erkennen, da Mdina eine geschlossene Stadtmauer hat. Die einstige Hauptstadt strotzt nur so von Kirchen, Klöstern und Palästen. Die herrschende Ruhe von weitgehend fehlendem Autoverkehr lässt diese Stadtbesichtigung einmalig werden. Viele Geschäfte bieten die berühmten Glaswaren an und auch die Stickereien lohnen einen Blick. Vom Aussichtspunkt hat man eigentlich einen Blick über fast ganz Malta. Ein Megazoom lässt die tollsten Ausblicke bis zu den Buchten ganz nah erscheinen und festhalten. Ein Fernglas muss unbedingt mit.
Statt direkt nach Valletta zurückzukehren, fuhren wir nach Sliema. Dort tobt das Leben nicht nur tagsüber, sondern auch zur späten Stunde. Es finden sich viele Restaurants an den Buchten, da schmeckte das Essen gleich viel besser. Die Küche ist sehr italienisch geprägt, auch der britische Einfluss kommt nicht zu kurz (und das ist nicht so schlimm, wie man gemeinhin annimmt!). Eine maltesische Spezialität, die uns sehr mundete, war so eine Art Burger auf maltesischem Brot. Mit Pasta und Pizza kann man zwar nichts falsch machen, aber man sollte die einheimische Küche schon kosten.

Ein Shoppingcenter in Birkirkara ließ uns am nächsten Tag dorthin zurückkehren. Viel guter und unwahrscheinlich günstiger Tee stellte meine größte Beute dar!
Aber es gibt viele Markengeschäfte ebenso wie kleine Läden für alles Mögliche. Auch der Buchtstrasse entlang in St. Juliens gibt es viele Geschäfte, die sich vor allem für einen Spaziereinkaufsbummel anbieten. Eine Fähre legt dort auch ab, um schnell nach Valletta zu kommen.
Alles in allem war dies ein gelungener eiwöchiger Urlaub. Die Zeit reicht aus, um alles Sehenswerte zu besichtigen und es blieb genügend Zeit zum Baden.
Die Einheimischen sind sehr kommunikativ, also nicht wundern, wenn man auf einer Bank sitzt und gedankenverloren sein Eis schleckt und angesprochen wird. Diese Menschen kommen ja nie irgendwohin, wenn sie nicht in einen Flieger steigen und deswegen wollen sie halt wissen, woher man kommt und was da so los ist. Als Frau muss man zu keiner Zeit Bedenken haben, wo auch immer zu welcher Uhrzeit unterwegs zu sein. Da schlägt das britische Benehmen voll durch.
Schreibt doch, welche Erfahrungen ihr so gemacht habt auf Malta und ob ihr auf diesem kleinen Juwel im Mittelmeer noch was unbekannteres entdeckt habt!

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